Die Krise der Festnetzsparte nimmt kein Ende: Im ersten Quartal wechselten mehr als eine halbe Million Telekom-Kunden zur Konkurrenz. Trotzdem verbuchte der Konzern im ersten Quartal einen kleinen Gewinn.

Die Kunden wandern ab - und das in Scharen. Alleine im ersten Quartal des Jahres verlor die Deutsche Telekom in der Festnetzsparte 582.000 Kunden. Damit bleibt dieser Bereich das Sorgenkind des Konzerns. Und die Flatrate-Tarife tun ihr übriges dazu, dass der ehemalige Monopolist in Deutschland einen Umsatzrückgang von 6,1 Prozent in den ersten drei Monaten des Jahres hinnehmen musste.

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Geringerer Umsatz in der Festnetzsparte: Der Telekom laufen die Kunden weg. (© Foto: ddp)

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Ein kleiner Trost für Konzernchef René Obermann: Der Vorsteuergewinn stieg im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Vorjahres um 0,5 Prozent. Die Einsparungen und Umstrukturierungen in der Sparte hätten ihre Wirkung gezeigt - so begründet der Konzern den leichten Gewinnanstieg. Die Telekom hatte zuletzt zehntausende Mitarbeiter in Servicegesellschaften ausgelagert, wo sie weniger verdienen und länger arbeiten müssen.

Leichter Gewinn

Auch T-Systems wird immer mehr zum Sorgenkind des Konzerns. Die Geschäftskundensparte verbuchte in Deutschland einen Umsatzrückgang von 10,4 Prozent. Selbst die Mobilfunksparten T-Mobile und T-Mobile USA mussten leichte Umsatzrückgänge hinnehmen.

Konzernweit hat die Telekom im ersten Quartal etwas mehr verdient als noch vor einem Jahr. Der Konzern verbuchte unter dem Strich einen Gewinn von 924 Millionen Euro. Vor einem Jahr hatte die Telekom im gleichen Zeitraum mit 459 Millionen Euro weniger als die Hälfte verdient. Der Umsatz schrumpfte im ersten Quartal um 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 14,98 Milliarden Euro. Für diese Entwicklung machte die Telekom insbesondere veränderte Wechselkurse zum Dollar und zum britischen Pfund verantwortlich, ohne die sie demnach ein Wachstum von 0,4 Prozent verzeichnet hätte.

Für 2008 geht die Telekom weiter davon aus, den operativen Gewinn auf dem Niveau des Vorjahres halten zu können.

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(sueddeutsche.de/Reuters/AFP/tob/jkr)