In Deutschland pfui, im Ausland hui: Die Telekom steigert im zweiten Quartal dank der Übernahme der griechischen OTE Umsatz und Gewinn - nur der Heimatmarkt schwächelt.
In Deutschland laufen der Deutschen Telekom zwar die Kunden weg, dennoch weist das Unternehmen im zweiten Quartal des Jahres deutlich besser Geschäftszahlen aus. Das sind die guten Nachrichten aus Bonn. Die erfreulichen Zahlen resultieren jedoch vor allem aus dem Auslandsgeschäft, das sich bei dem deutschen Telekommunikations-Konzern immer mehr vom Sorgenkind zur Ertragsperle mausert.
Umsatz- und Gewinnplus - mit freundlicher Unterstützung aus Griechenland: Ohne die griechische OTE hätten die Quartalszahlen der Deutschen Telekom deutlich schlechter ausgesehen. (© Foto: AP)
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Insgesamt standen bei dem Ex-Monopolisten unterm Strich ein Umsatzplus von 7,4 Prozent auf 16,2 Milliarden Euro und ein Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 5,3 Milliarden Euro - ein Anstieg von 8,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Konzernüberschuss stieg den Angaben zufolge um 19,4 Prozent auf 800 Millionen Euro.
In Deutschland jedoch schwächelt die Telekom weiter - vor allem im einst so lukrativen Geschäft mit den Festnetzanschlüssen. Um fünf Prozent sank der Umsatz in diesem Bereich - bedingt durch den Verlust herkömmlicher Anschlüsse, rückläufige Nutzungsentgelte für die Wettbewerber und die Beliebtheit der Komplettpakete mit Flatrates. Dank Kostensenkungen verbesserte sich immerhin der operative Gewinn.
Prognose bestätigt
Ingesamt profitierte auch die Festnetzsparte von der Einbeziehung des griechischen Unternehmens Hellenic Telecom (OTE). "Die griechische OTE steuerte im zweiten Quartal 1,5 Milliarden Euro zum Umsatz und 0,5 Milliarden Euro zum bereinigten Ebitda bei", berichtete die Telekom weiter. Ohne den erst seit diesem Jahr konsolidierten griechischen Konzern wäre das Geschäft rückläufig gewesen.
Getrieben durch OTE verzeichnete die Mobilfunktochter T-Mobile in Europa ein Umsatzplus von sechs Prozent und einen Gewinnanstieg um 5,3 Prozent. In Deutschland fielen die Kennzahlen erneut niedriger aus - wegen des harten Wettbewerbs und Regulierungsentscheidungen.
Vorstandschef René Obermann bestätigte die Prognose für 2009. "Die Zahlen des zweiten Quartals stimmen uns zuversichtlich für das Gesamtjahr." Im April 2009 hatte die Telekom ihre Prognose für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Der Telekommunikations-Konzern erwartet nach den damaligen Angaben ein um zwei bis vier Prozent niedrigeres Vorsteuerergebnis als 2008.
Obermann verwies auch auf das im April gestartete Maßnahmenpaket für das Geschäft in den USA, Großbritannien und Polen, das zu wirken beginne. In allen drei Ländern seien die operativen Kosten gesunken und die Ebitda-Marge im Vergleich zum ersten Quartal gestiegen. "Wir haben in einem schwierigen Umfeld zum richtigen Zeitpunkt konsequent gegengesteuert."
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(sueddeutsche.de/Reuters/AP/tob/pak)
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In Deutschland verhageln die Staatlichen Regulierer und die Bundesbehörden das Geschäft. Keine Ahnung von Markt und Wettbewerb, aber Gesetze machen mit denen Gesetzeslückenkenner wie der einstige Mobilcom Ches Schmidt, ganz ohne Geld Milliardär werden können, auf Kosten der Telekom. Ein Geschäftsmodell, welches in USA, Griechenland und einigen anderen Ländern funktioniert, in Deutschland nicht, wird durch Politik und Regulierer verdorben. Bei den Stromproduzenten gibt es so etwas nicht, weil die Gebietsaufteilung, damit Monopole und mit Politikern in Aufsichtsräten, siehe Clement und viele andere und weil Merkel eine Auflösung der Monopolstellung verhindert hat. Bei Telekom gibt es in Deutschland keinen freien Markt, sondern bürokratie und Staatsregulierung.
Die ?????? sende ich gleich zurück.
Klar ist die Telekom zu teuer. Wo leben Sie?
zu teuer????????????
"Um fünf Prozent sank der Umsatz in diesem Bereich - bedingt durch den Verlust herkömmlicher Anschlüsse, rückläufige Nutzungsentgelte für die Wettbewerber und die Beliebtheit der Komplettpakete mit Flatrates."
Das verwundert mich nicht. Wenn die Telekom in der Lage wäre, auch etwas außerhalb des mittleren Ringes, aber immer noch weit in München, ordentliche DSL-Geschwindigkeiten zu schalten, hätte ich auch noch meinen Festnetzanschluß bei denen. Nur leider bekommt das der rosa Riese nicht hin, verweißt stattdessen auf schweineteuere VDSL-Entertainmentpakete.
Aber gut, dass es Konkurrrenz gibt. Nun habe ich mehr Geschwindigkeit als VDSL25, die Kosten sind geringen als bei einem Telekompaket mit DSL6000 (wovon ohnehin nur max. die Hälfte bei mir ankommen würde) und zur Zufriedenheit läuft es auch.
Nie ist mir ein Abschied so leicht gefallen wie hier.