Spanische Entscheidungen zwischen Protektionismus und Marktoffenheit machen Eon das Leben schwer.

Glaubt man den Verlautbarungen der spanischen Regierung, so haben die führenden Politiker eine regelrechte Ehrfurcht vor den Regeln des Marktes und den offenen Grenzen der Europäischen Union. In der Praxis jedoch, wie in der unendlichen Eon/Endesa-Saga deutlich wird, sieht es ganz anders aus.

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Mit Dekreten und immer neuen Bedingungen, die später unter dem Druck Brüssels oder von Gerichten erst mühsam wieder aufgehoben werden, hat die Regierung Eon das Leben in Spanien schwer gemacht (im Bild: der Plaza de Oriente in Madrid, Foto: Visum). Die Auflagen wurden mit dem Ziel begründet, die nationale Energieversorgung zu garantieren.

Spannungen im Regierungszirkel

Das geht aber offenbar nicht ohne Spannungen im inneren Regierungszirkel ab. Wirtschafts- und Finanzminister Pedro Solbes, ein pragmatischer Politiker mit einer Vergangenheit als EU-Kommissar, hat immer wieder Diskrepanzen mit dem Kurs von Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero durchschimmern lassen.

Zuletzt äußerte Solbes auch seine Sorge darüber, im Ausland könnte der - in seinen Augen falsche - Eindruck entstehen, Spanien falle in Protektionismus.

Allein im Energiesektor haben sich in diesem Jahrzehnt zwanzig ausländische Firmen einkaufen können, fünf davon seit dem Amtsantritt von Ministerpräsident Zapatero im März 2004.

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(jc/SZ vom 31.03.2007)