Videokonferenzen, mobile Schreibtische, drahtloses Internet: Wie das Büro der Zukunft aussieht - und warum das gute alte Papier trotzdem nicht aussterben wird.
Die Informationstechnologien haben in den vergangenen 20 Jahren die Bürolandschaft umgekrempelt. LCD-Displays und Computermäuse haben Schreibmaschinen und Karteikarten abgelöst. Zukünftig wird es immer wichtiger, Geschäftsprozesse und arbeitsbezogene Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass mit einem angemessenen Aufwand ein optimales Ergebnis erzielt werden kann.
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Den klassischen festen Mitarbeiter-Platz am Schreibtisch wird es laut den Wissenschaftlern des Fraunhofer-Institut bald nicht mehr geben. (© Foto: ap)
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Wie das Büro der Zukunft konkret aussehen kann und wie dort gearbeitet wird, welche Informations- und Kommunikationsprozesse stattfinden, versuchen Forscher am Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) zu ergründen.
Dabei zeigt sich: "Das" Büro im bekannten Maßstab wird es nicht mehr geben. Vielmehr wird es überall sein. Laut einer Studie des IAO sitzen nur 39 Prozent der Büroarbeiter ständig an ihrem Arbeitsplatz. Deshalb liegt es nahe, diesen gemeinsam zu nutzen und mobil zu gestalten. Aus diesem Grund arbeiten Experten von fünf Fraunhofer-Instituten im Stuttgarter Office Innovation Center (OIC) an prototypischen Lösungen rund um die Bürowelt der Zukunft.
Die klassischen Büroformen lösen sich auf
Flexibilität ist hier nicht nur ein Wort: Im OIC gibt es keinen festen Arbeitsplatz. Jeder Mitarbeiter wählt den Arbeitsplatz aus, der für ihn am zweckmäßigsten ist. Zum völligen Rückzug gibt es eine Denkzelle, daneben die klassischen Zellenbüros - in Deutschland mit einem Anteil von circa 70 Prozent die häufigste Büroform.
Hinzu kommt ein Büro für Teambesprechungen sowie mehrere Projekt- und Meetingräume. Projektmanager Stefan Rief ist sich sicher: "Flexiblen Büros gehört die Zukunft, weil die Effektivität der Arbeit gefördert wird."
Im Rahmen der Verbundforschungsprojektes "Office 21" wurde am Fraunhofer IAO eine Vision vom Büro des 21. Jahrhunderts entworfen, um die Trends der informations- und kommunikationstechnischen Unterstützung neuer Arbeitskonzepte darzustellen.
Das Ziel: Wesentliche Trends sollen aufgegriffen, deren voraussichtliche Entwicklung aufgezeigt und dabei ganz konkrete Einblicke in Produkte und Prototypen gegeben werden. Eines dieser Elemente ist der "Office 21"-Arbeitsplatz, ein drehbarer Tisch, auf dem drei große Flachbildschirme installiert sind.
Je nach Bedarf ist er entweder High-Tech-Arbeitsplatz für eine Person oder Konferenztisch für die gemeinsame Ad-hoc-Teamarbeit von bis zu drei Teilnehmern. Durch Drehen des Tisches um seine Mittelachse lässt dieser sich den Bedürfnissen entsprechend verwandeln.
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Linke-Vize-Chefin Wawzyniak