Der Hamburger Konsumgüterkonzern will zum Weihnachtsgeschäft erstmals auch eigene Prepaid-Verträge anbieten.
Tchibo steigt in Kooperation mit dem Netzbetreiber O2 ins Mobilfunkgeschäft ein.
Tchibo wird Verträge vermarkten, aber kein eigenes Netz haben. (© Foto: dpa)
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Beide Unternehmen hätten ein Gemein-schaftsunternehmen gegründet, teilte die O2-Muttergesellschaft mm02 mit. Sie seien zu jeweils 50 Prozent daran beteiligt.
Die Tchibo Mobilfunk GmbH & Co. KG werde Mobilfunkangebote in Deutschland entwickeln, testen und anbieten, hieß es.
Die Financial Times Deutschland (FTD) hatte zuvor berichtet, Tchibo wolle O2 Kontigente an Gesprächsminuten abkaufen und dann Angebote unter eigenem Namen machen. Tchibo werde in seinen Shops Handys mit voraus-bezahlten Guthabenkarten (Prepaid) anbieten.
Mehr Preisdruck im Mobilfunkmarkt
Mit Tchibo geht damit in Deutschland der erste virtuelle Mobilfunk-netzbetreiber (MVNO) an den Start. Als MVNO werden Anbieter bezeichnet, die eigene Verträge vermarkten, aber kein Netz haben und sich die nötigen Minuten für ihre Kunden von Netzbesitzern kaufen.
Branchenexperten erwarten europaweit eine Welle von Auftritten solcher Anbieter und in der Folge einen verstärkten Wettbewerb und Preisdruck im Mobilfunkmarkt.
Auch der schwedische Netzbetreiber Tele2 will einen neuen Anlauf starten, in Deutschland wie schon in anderen Ländern als MVNO anzutreten. "Wir diskutieren derzeit mit dem deutschen Regulierer die Bedingungen für einen Start als MVNO", sagte Tele2-Manager Anders Olsson der FTD.
(sueddeutsche.de/dpa)
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