Nichts ging mehr: Wegen eines Streiks des Bodenpersonals sind auf den beiden Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel etliche Flüge ausgefallen.
Ein Warnstreik des Bodenpersonals hat den Flugverkehr von und nach Berlin am Dienstagmorgen vollständig lahmgelegt. Die Feuerwehren auf den Flughäfen in Tegel und Schönefeld legten um sechs Uhr ihre Arbeit für dreieinhalb Stunden nieder.
Ein Streikender vor dem Flughafen Berlin-Tegel. Er fordert "Mehr Geld für mehr Produktivität". (© Foto: dpa)
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Am späten Vormittag war der Warnstreik dann beendet. An den Flughäfen Tegel und Schönefeld seien am Dienstagmorgen insgesamt 56 Flüge ausgefallen, sagte ein Flughafensprecher. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi hatten sich am Morgen rund 300 Beschäftigte an Arbeitsniederlegungen beteiligt.
Am Flughafen Schönefeld beteiligten sich 100 bis 150 Beschäftigte an dem Ausstand, in Tegel waren es zu Beginn der Aktion etwa 100, wie ein Gewerkschaftssprecher mitteilte.
Acht Prozent mehr Lohn gefordert
In Schönefeld seien jeweils 14 Hin- und Rückflüge durch den befristeten Ausstand gestrichen worden. Die letzten fünf Maschinen seien kurz vor sechs Uhr zu Knotenpunkten wie Frankfurt am Main oder Amsterdam abgeflogen.
Während der Protestaktion von 6.00 bis 9.30 Uhr war der Flugverkehr über der Hauptstadt vollständig lahmgelegt, da auch Mitarbeiter der Feuerwehr in den Ausstand traten. Ohne sie ist der Flugbetrieb nicht gestattet. Am Nachmittag sollen die Tarifgespräche für rund 1500 Beschäftigte in der fünften Runde weitergehen. Verdi fordert acht Prozent mehr Geld.
Es war bereits der zweite Warnstreik in diesem Monat im Rahmen des Tarifkonflikts bei den Berliner Flughäfen. Am 12. Februar waren wegen jeweils zweistündiger Arbeitsniederlegungen in Tegel und Schönefeld aber nur 18 von rund 120 Flügen ausgefallen.
Nicht aus Jux und Dollerei
Die Gewerkschaft Verdi will mit den Warnstreiks Druck für ihre Forderung von acht Prozent mehr Geld für die insgesamt 1500 Beschäftigten machen. Verdi-Verhandlungsführer Holger Rößler sagte dem Fernsehsender N24 zu den Folgen für die Fluggäste: "Wir hätten es ebenfalls gerne anders. Wir machen es ja nicht aus Jux und Dollerei hier, sondern es ist wirklich bitterernst. Leider haben die Berliner Flughäfen uns trotz des letzten Warnstreiks kein verbessertes Angebot vorgelegt, deswegen mussten wir dem heute noch einmal Nachdruck verleihen."
Die Flughafengesellschaft bietet ein Plus von 2,6 Prozent sowie 1250 Euro Einmalzahlung an. Die Arbeitgeber seien bereit, auf Verdi noch weiter zuzugehen, sagte der Flughafensprecher. Die Gewerkschaft müsse sich aber auch bewegen.
(sueddeutsche.de/dpa/iko/mel/pak)
Harte Kritik des Bayern-Präsidenten
Die Lektüre von OECD Berichten würde Ihnen neue, ganz außerordentliche Einblicke bescheren. Wahlweise dürfen Sie sich auch bei der EU schlau machen...
seit den 70er jahren schaukelt sich die arbeitslosigkeit in der republik von krise zu krise immer weiter hoch, und zwar so zuverlässig, dass dies inzwischen als ein naturgesetz wahrgenommen wird. manche tun so, als sein arbeit ein dem erdöl vergleichbarer rohstoff!
die gewerkschaften machen immer selben fehler: sie orientieren sich bei der lohnforderung an der sehr produktiven und dem international ausgesetzten metallindustrie; das ging zu lasten weniger produktiver branchen. dadurch steigt nur die arbeitslosigkeit und wird nicht gesenkt. schade.