Warnstreiks bei der Post: Brief- und Paketzusteller sind bundesweit in den Ausstand getreten. Bis kommenden Mittwoch kommt es zu Verzögerungen bei der Zustellung. Die Deutsche Post kritisiert die Arbeitsniederlegung als unnötig.
Streiks bei der Deutschen Post behindern bundesweit die Zustellung von Briefen und Paketen. Das Unternehmen teilte mit, etwa ein Dutzend Großstädte sei betroffen. Die Post tue alles, um die Sendungen auch dort noch am gleichen Tag zuzustellen.
In vielen Städten lassen die Angestellten der Post die Arbeit ruhen. (© Foto: ddp)
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Die Gewerkschaft Verdi will mit den Aktionen den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen erhöhen. Die Tarifparteien verhandeln in der kommenden Woche wieder. Betroffen sind unter anderem Köln, Essen und Bonn in Nordrhein-Westfalen sowie die Großräume Frankfurt am Main und München. Auch in Kiel und Rostock waren Zusteller zum Warnstreik aufgerufen.
Die Streiks sollen bis zum Verhandlungsbeginn am 9. April fortgesetzt werden. Die Arbeitsniederlegungen würden "mit regionalen Schwerpunkten" weiter geführt, sagte ein Gewerkschaftssprecher. Details wollte er noch nicht nennen, um der Post nicht die Möglichkeit zu geben, kurzfristig auf die Aktionen zu reagieren. "Wir werden die Warnstreiks fortsetzen, in anderer Form", kündigte Verdi-Arbeitskampfleiterin Sigrun Schmidt an. So sollen andere Regionen und andere Kundengruppen einbezogen werden. Damit wolle Verdi vor der nächsten Verhandlungsrunde am 9. April in Köln Druck aufbauen, "damit sich am Verhandlungstisch was bewegt und die Post endlich ein vernünftiges Angebot vorlegt". Der Vertrag zum Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen für die bundesweit 130.000 Tarifbeschäftigten der Deutschen Post und die Arbeitszeitregelung für die 55.000 Beamten war am Montag ausgelaufen.
Verdi verhandelt mit der Post über Beschäftigungssicherung, Arbeitszeit und Einkommen. Die Gewerkschaft will einen neuen Vertrag, der betriebsbedingte Kündigungen bis 2011 ausschließt. Zudem soll für die Beamten weiterhin die 38,5-Stunden-Woche und nicht die übliche 41-Stunden-Woche gelten. Die Gewerkschaft befürchtet im Falle einer längeren Arbeitszeit für Beamte einen Arbeitsplatzverlust bei den Angestellten. Die Post bot an, die Vereinbarungen zum Beschäftigungspakt bis Ende Juni zu verlängern und auch die für Beamte vom 1. April an geltende längere Arbeitszeit von 41 Stunden "bis auf weiteres" nicht abzufordern.
"Warnstreik auf dem Rücken der Kunden"
Nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi bleiben heute rund sechs Millionen Briefe und 150.000 Paketsendungen liegen. Rund 5000 Beschäftigte in 14 Städten hätten sich an den Arbeitsniederlegungen beteiligt. Die Deutsche Post bezeichnete die Verdi-Angaben als total übertrieben. "Es sind keine Sendungen in großem Umfang liegen geblieben", sagte Unternehmenssprecher Uwe Bensien. Die Post bearbeitet nach eigenen Angaben täglich 70 Millionen Sendungen.
Es sei versucht worden, die Sendungen weitestmöglich zuzustellen, auch mit Ersatzkräften. Spätestens am Mittwoch aber hätten die Kunden ihre Briefe. "Wir haben die Situation im Griff", sagte Bensien. Das Unternehmen sei mit Blick auf die für die kommenden Tage angekündigten Warnstreiks in Alarmbereitschaft. "Wir werden alles tun, um die Beeinträchtigungen so gering zu halten wie es geht." Zu den Arbeitskampfmaßnahmen sagte er: "Das ist ein unnötiger Warnstreik auf dem Rücken der Kunden". Er sei überzeugt, dass diese kein Verständnis für die Warnstreiks hätten, zumal es bereits einen neuen Verhandlungstermin für die Tarifparteien gebe. Die Post sei weiterhin zu konstruktiven Gesprächen mit Verdi bereit.
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(AFP/dpa/ap/gal/bavo/mel/jkf/mel/jkr)
Berliner Zeitung
@McKiri:
alternativ zu Eiermeiers Vorschlag könnten Sie auch ein paar Tage lang als Pflegehelfer in eine städtischen Altenheim arbeiten ;o)
... Pakete aus dann reden wir über das Thema Leistung.
... und der Gesetzgeber hat die Lücke geschlossen. Wo liegt ihr Problem?
Oh, heute sitzt der Öffentliche Dienst am PC und bewertet alle meine klaren Beiträge negativ, anstatt sich an die Arbeit zu machen und für das Geld auch Leistung zu liefern.
Wenn meine Worte zu hart sind, dann bleibt nur das übliche Verhalten: Leistungsverweigerung und Krankmeldung.
Dann gute Besserung!
der beschäftigten sind die spesenritter der Gewerkschaften ...
@jakob 54
-Absolut richtig, dein eintrag - und gleich noch die hälfte der
Zeitpersonalfirmen mit aus dem markt nehmen.
back to 1973 - beginn der leiharbeit - jedoch noch top bezahlt ..
als Spitzenreher ausgeliehen an bmw -- man höre und staune -
stundenlohn 14,24 DM zzglch 15.00 DM fahrtkosten S T E U E R F R E I !! arbeitstäglich
rechnet das bitte einmal in EUROFLATION um und addiert die % tualen lohnerhöhungen
bis heute dazu...
herzlichst carlcomma ppa.
Paging