Zoff ums Geld bei der IG Metall: Die Arbeitgeber im Pilotbezirk Baden-Württemberg legen ein erstes Angebot vor - doch den Gewerkschaftern reicht das bei weitem nicht aus.

Zunächst sah es nach Bewegung im Tarifstreit aus, doch die Arbeitnehmer geben sich stur: Die Gewerkschaft IG Metall hat das erste Tarifangebot der Metall-Arbeitgeber im Pilotbezirk Baden-Württemberg als unzureichend zurückgewiesen.

Warmlaufen für den Warnstreik: Die Arbeitnehmer sind mit dem ersten Angebot der Arbeitgeber alles andere als einverstanden. (© Foto: dpa)

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Die baden-württembergischen Metallarbeitgeber hatten den rund 3,6 Millionen Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie insgesamt 2,9 Prozent mehr Lohn angeboten. Die Laufzeit betrage 14 Monate, teilte der Arbeitgeberverband am Donnerstagabend in Fellbach bei Stuttgart mit.

Von 1. Januar bis 31. Dezember 2009 sollten 2,1 Prozent mehr Lohn gezahlt werden. Für die Monate November und Dezember dieses Jahres sei eine Einmalzahlung von 0,8 Prozent aus dem Gesamtvolumen vorgesehen, da der aktuelle Tarifvertrag bereits Ende Oktober ausläuft.

Neuen Termin schon vereinbart

Doch die IG Metall reagierte empört auf das erste Angebot der Arbeitgeber. Der baden-württembergische Bezirkschef Jörg Hofmann bezeichnete den Vorschlag als "Mogelpackung." Die Offerte bringe die Tarifparteien bei der Lösung des Tarifkonfliktes "keinen Schritt näher". Das Angebot sei in den Betrieben "nicht vermittelbar".

Mit dem Arbeitgeberverband Südwestmetall wurde für Mitte November ein vierter Verhandlungstermin vereinbart. Die IG Metall wolle ihrer Forderung zunächst mit Warnstreiks Nachdruck verleihen, hieß es. Nach dem vierten Verhandlungstermin werde es unbefristete Streiks geben. "Wenn es zu dem Termin kommt, ist das der letzte in freien Verhandlungen", sagte Hofmann.

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(sueddeutsche.de/Reuters/dpa/AP/AFP/mel/tob)