Das Treffen von Lokführergewerkschaft und Bahn könnte den endgültigen Schlusspunkt unter den zehn Monate andauernden Arbeitsstreit setzen. Doch Transnet und GDBA könnten die Einigung noch zu Fall bringen.
Die fast sicher geglaubte Einigung im Tarifkonflikt zwischen Bahn und Lokführergewerkschaft GDL stößt auf Schwierigkeiten. Die drei Bahn-Gewerkschaften GDL, Transnet und GDBA konnten sich am Dienstag nicht auf ein Kooperationsabkommen verständigen.
Schlussrunde: Die Tarifverhandlungen zwischen Deutscher Bahn und GDL nähern sich dem Ende. (© Foto: AP)
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Dies macht der Konzern jedoch zur Bedingung eines Tarifabschlusses mit der GDL. Die Zusammenarbeit der Gewerkschaften sei Basis der Einigung auf die Eckpunkte des Tarifvertrages bei Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD), sagte Personalvorstand Margret Suckale.
Dem widersprach GDL-Chef Manfred Schell. "Ein Kooperationsabkommen der Gewerkschaften steht nicht in Zusammenhang mit dem Tarifvertrag", sagte er. Transnet-Sprecher Michael Klein erklärte, die Gespräche der drei Gewerkschaften hätten zu keiner Einigung geführt. Sie würden kommende Woche fortgesetzt. Wann sie beendet werden würden, sei nicht abzusehen.
Suckale erklärte nun mit Blick auf die Verhandlungen der drei Gewerkschaften: "Vom Verlauf dieses wichtigen Gesprächs wird es abhängen, ob wir bereits morgen oder erst in den Folgetagen zu einer endgültigen Einigung kommen können."
Der Tarifstreit bei der Bahn geht am Mittwoch in eine entscheidende Runde. Sowohl die GDL als auch das Unternehmen zeigten sich zuversichtlich, die letzten offenen Punkte klären zu können.
GDL-Chef Schell und Bahnchef Hartmut Mehdorn hatten sich am 12. Januar auf Eckpunkte eines Tarifvertrags geeinigt. Demnach sollen die Lokführer rückwirkend vom 1. Juli 2007 an eine Einmalzahlung von 800 Euro bekommen. Von März an sollen die Einkommen dann um acht Prozent erhöht werden, von September an um weitere drei Prozent.
An den Verhandlungen zwischen GDL und Bahn in Berlin, deren Beginn zunächst nicht bekanntgegeben wurden, sollen unter anderem Schell und sein Stellvertreter Claus Weselsky teilnehmen.
"Es ist Zeit, zum Abschluss zu bringen"
Ob auch Bahnchef Mehdorn und Personalvorstand Margret Suckale teilnehmen, war zunächst unklar. Die GDL will auf einer Pressekonferenz um 18.00 Uhr in Berlin über die Ergebnisse der Gespräche informieren.
GDL-Vize Weselsky geht optimistisch in die Tarifverhandlungen: "Wir sind ziemlich weit, was die Struktur und den Inhalt dieses neuen Vertrages betrifft. Es ist an der Zeit, dieses Thema zum Abschluss zu bringen - und zwar positiv in dem Sinne, was wir uns schwer erkämpft haben."
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(dpa/AP/Reuters/ckn/mah)
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