Im Tarifkonflikt bei der Bahn sieht es abermals nach Streik aus: Nur eine Woche bleibt der kleinen Arbeitnehmerorganisation GDL, um mit dem Arbeitgeber Deutsche Bahn eine Einigung zu erzielen. Ein Interview mit dem stellvertretenden GDL-Chef Claus Weselsky.
sueddeutsche.de: Herr Weselsky, was ist los: Sie schwören Ihre Mitglieder bereits via Bayrischem Rundfunk auf einen Arbeitskampf ein, Ihr Sprecher beschwichtigt und sagt, die GDL setze auf eine Einigung mit dem Arbeitgeber, sprich mit der Bahn. Was stimmt?
Gewerkschafter vom Dienst: GDL-Vorsitzender Manfred Schell (r.) und sein Vize Claus Weselsky. (© Foto: Getty Images)
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Weselsky: Wir haben heute früh den Arbeitgeber aufgefordert, in der nächsten Woche jeden Tag für Verhandlungen zu nutzen. Wenn das der Fall ist, dann könnte man davon ausgehen, dass noch ein vernünftiges Ergebnis zustande kommt und wir uns im Rahmen der Moderation auf einen Tarifvertrag mit Einkommensverbesserungen einigen.
sueddeutsche.de: Nach einer Einigung sieht es derzeit nicht aus, die drei Gewerkschaften GDL, Transnet und GDBA liefern sich vielmehr einen offenen Kampf.
Weselsky: Das ist vielleicht für Außenstehende ein Kampf der Organisationen, aber für uns nicht.
sueddeutsche.de: Was läuft denn falsch? Haben die Gewerkschaften ihr Ziel aus den Augen verloren?
Weselsky: Es wäre wünschenswert, wenn sich die Gewerkschaften gemeinsam auf Ziele konzentrierten, die dem Wohl der Arbeitnehmer dienen. Aber genau das ist unser Problem:Wir haben keine gemeinsame Orientierung auf das Ziel.
sueddeutsche.de: Wie sieht der GDL-Arbeitskampf aus, wenn er denn dann stattfinden sollte?
Weselsky: Wir stellen die Arbeitskampfmaßnahmen, die dann im Oktober beginnen, schon unter den Vorbehalt, dass bis zum 30. September eine Einigung möglich ist. Erst danach werden wir bekanntgeben, was wir uns wie vorstellen.
sueddeutsche.de: Was raten Sie Bahnreisenden - alle Fahrten bis Ende September erledigt zu haben?
Weselsky: Die Bahnreisenden werden sicherlich von den Arbeitskämpfen getroffen. Aber wir werden diese Arbeitskämpfe so gestalten, dass sie noch mit der Bahn fahren können.
(sueddeutsche.de)
Drogeriekette wird abgewickelt
BESSERES INTERVIEW BEI WWW:STERN.DE EIN TARIFVERTRAG IST UNSER DOGMA DA WIRD DEUTLICH WORUM ES WIRKLICH GEHT.LASST EUCH NICHT VERALBERN VON TRANSNET UND DEM VORSTAND: WEITER SO GDL ler!!!!!!!!!!
Vielleicht ist ja Herr Weselsky zu Kompromissen bereit. Herr Schell sollte zurücktreten um weiteren Schaden von GDL, Bahn, Mitarbeitern der Bahn und anderen Gewerkschaften abzuwenden.