Tarifstreit bei der Bahn Deutsche Bahn und Gewerkschaft EVG einigen sich in Tarifkonflikt

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und die Deutsche Bahn haben sich auf eine Lohnerhöhung geeinigt.

(Foto: dpa)

Die gute Nachricht: Zu Weihnachten wird es keine Streiks bei der Bahn geben. Die schlechte: Ganz beigelegt ist der Tarifkonflikt aber nicht.

Bahnreisende müssen Weihnachten und Silvester keine Streiks befürchten. Die Deutsche Bahn und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG haben sich in ihrem monatelangen Tarifkonflikt geeinigt. EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba sagte: "Die gute Botschaft für die Reisenden: Wir sind fertig geworden." Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber sprach ebenfalls von einer guten Nachricht zu Weihnachten für die Bahnkunden. "Wir sind an die Grenze des wirtschaftlich Machbaren gegangen."

Das Plus für die gut 140 000 Beschäftigten soll 5,1 Prozent bei einer Laufzeit über 24 Monate betragen. Die prozentuale Erhöhung soll ab April 2017 greifen. Bis dahin gibt es eine Einmalzahlung von 550 Euro. Außerdem wird ab Anfang 2018 erstmals ein Wahlmodell verwirklicht, bei dem Arbeitnehmer wählen können zwischen 2,6 Prozent mehr Geld, einer Stunde weniger Arbeit pro Woche (38 statt 39 Stunden) oder sechs Urlaubstagen mehr pro Jahr. Mit dem Wahlmodell vollzieht die EVG eine Tariferhöhung nach, die die kleinere Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) bereits im vergangenen Jahr ausgehandelt hat. Nun gibt es dabei aber drei Varianten: Geld, geringere Arbeitszeit oder Urlaub.

Auch mit der Einigung ist der Tarifkonflikt allerdings noch nicht beigelegt, da die Bahn parallel mit der GDL in Gespräch ist. Diese verhandelt für Lokführer und Zugbegleitpersonal und fordert vier Prozent mehr Geld. Dazu kommen bessere Arbeitszeit- und Schichtregelungen. Die Bahn hat die Forderungen auf über 20 Prozent taxiert. Die GDL hat allerdings Streiks für dieses Jahr ausgeschlossen.

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