Handzahme Metaller: Gewerkschaftschef Huber peilt nur geringe Lohnerhöhungen an, um Arbeitsplätze zu sichern. Der Verdi-Vorsitzende Bsirske widerspricht scharf.
Die IG Metall will in der nächsten Tarifrunde nur für geringe Lohnerhöhungen streiten. Mit entsprechenden Plänen eröffnete die mitgliederstärkste Gewerkschaft zum Start der schwarz-gelben Regierung eine Debatte über die Lohnpolitik. Der Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, kündigte an, es gehe in der Krise vor allem um den Erhalt von Arbeitsplätzen. "Ich sehe im Moment nicht, dass wir hohe Lohnforderungen stellen werden", sagte er. Der Tarifvertrag für die Metall- und Elektroindustrie läuft Ende April aus. Die Diskussion über die konkrete Tarifforderung wird im Januar beginnen. "Die IG Metall hat in der Tarifpolitik immer einen realistischen Kurs gefahren", erklärte Huber.
4,2 Prozent mehr Lohn und Gehalt gab es in der letzten Tarifrunde - folgt schon bald eine "Nulllösung"? (© Foto: dpa)
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Die zweitstärkste Gewerkschaft Verdi dagegen hält von einem Lohnverzicht in der Krise nichts. "Lohnverzicht zu einer Zeit, in der wir uns am Rande einer Deflation bewegen, wäre das Falscheste, was man machen kann", sagte der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske. In den nächsten Tarifrunden werde es darum gehen, "Preissteigerung und Produktionszuwachs auszugleichen", sagte Bsirske. Außerdem müsse über tarifliche Altersteilzeit eine Beschäftigungsbrücke für Jüngere gebaut werden.
Gewerkschaften orientieren sich mit ihren Lohnforderungen üblicherweise an der Inflation und an der Produktivität der Beschäftigten. Doch damit komme man in der anstehenden Tarifrunde nicht weiter, argumentiert Huber. Wegen der Kurzarbeit ist in vielen Betrieben die Produktivität gesunken. Auch die Inflation von deutlich weniger als einem Prozent begrenzt den Spielraum für einen kräftigen Lohnzuschlag. Der IG-Metall-Chef kündigt nicht ohne Grund eine moderate Lohnpolitik an: In der vorigen Tarifrunde hatte die Gewerkschaft 4,2 Prozent mehr Geld in zwei Stufen herausgeholt und war damit weit unter den von ihr geforderten acht Prozent geblieben.
Betriebsbedingte Kündigungen sollen verhindert werden
Die IG Metall setzt in den nächsten Tarifverhandlungen vor allem darauf, betriebsbedingte Kündigungen zu verhindern. Huber bezeichnete dies als große Herausforderung der anstehenden Gespräche. Er forderte von der neuen Bundesregierung, die Regelungen zur Kurzarbeit ins neue Jahr zu verlängern. Die alte Regierung hatte die Maßnahmen zur Kurzarbeit vereinfacht und die Dauer von ursprünglich sechs auf 24 Monate erhöht, um Entlassungen zu vermeiden. Die Maßnahmen laufen Ende dieses Jahres aus. "Es muss alles getan werden, um Entlassungen in der Krise zu vermeiden. Die Kurzarbeit hat sich bisher als wirkungsvoll erwiesen", sagte Huber. "Wir werden auch die neue Regierung daran messen, welche Maßnahmen zum Schutz der Arbeitsplätze sie auf den Weg bringt", sagte Huber.
Auch die Chemiegewerkschaft IG BCE fordert eine Verlängerung der bisherigen Kurzarbeiter-Regelung. "Die Kurzarbeit hat uns sehr geholfen, Massenentlassungen gibt es in unseren Branchen bislang nicht. Deshalb muss Berlin die Voraussetzungen für eine Verlängerung der jetzigen Regelungen über den 31. Dezember hinaus schaffen", sagte Peter Hausmann, Mitglied des geschäftsführenden IG-BCE-Hauptvorstands und zuständig für die Tarifpolitik. Eine Forderungsempfehlung für die Chemie-Tarifrunde 2010 werde der Vorstand am 23.November beschließen. "Die Lage in unseren Branchen ist sehr unterschiedlich", sagte Hausmann.
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(SZ vom 27.10.2009/mel)
und verichtet ohne Not auf den volkswirtschaftlichen Verteilungsspielraum bei den Löhnen.
Dadurch wird zwar die Exportkraft gestärkt, der Binnenmarkt aber schwer geschädigt. Das im Export verdiente Geld landete aber nicht in Deutschland, sondern zum größten Teil bei den Finanzspekulanten. So wurde in den vergangenen Jahren Reichtum von Deutschland ins Ausland transferiert.
Die OECD-Statistiken weisen uns hinter England und Frankreich und kurz vor Portugal aus. Wenn dumme Regierung auf dumme Gewerkschaten trifft gehen die Lichter aus.
Er hat sich bei vielen Firmen als Freund der Arbeitgeber erwiesen!
Ihm ist doch egal, dass der "kleine Mann" für die Krise zahlen muß!
Auf diesen Typen, den die Mitarbeiter der Siemens AG München von seiner echten Seite kennengelernt haben, wartet doch bestimmt ein lukratives Pöstchen!
Er kickt schon mal andere raus, um an die entsprechenden Posten zu gelangen!