Der härteste Tarifkonflikt in der Geschichte der Deutschen Bahn ist endgültig beendet: Bei der Lokführergewerkschaft GDL sprachen sich 85,5 Prozent der befragten Mitglieder in einer Urabstimmung für die Annahme des Tarifergebnisses aus.

Das Ergebnis zeige die große Akzeptanz des neu ausgehandelten Lokführer-Tarifvertrages, sagte GDL-Chef Manfred Schell in einer Mitteilung: "Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden", sagte Schell, der die Führung der Lokführergewerkschaft im Mai aus Altersgründen abgibt.

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Der erbitterte Tarifkonflikt zwischen Bahn und GDL war am 9. März nach fast einjähriger Dauer beigelegt worden.

Mit einer Einigung in letzter Minute konnte ein angedrohter unbefristeter Arbeitskampf der GDL verhindert werden.

Der Lokführer-Tarifvertrag sieht vor, die Löhne rückwirkend zum 1. März durchschnittlich um acht Prozent und vom 1. September an um weitere drei Prozent zu erhöhen.

Ab Februar 2009 wird die Arbeitszeit zudem bei vollem Lohnausgleich um eine Stunde auf 40 Stunden pro Woche verkürzt.

Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Januar 2009. GDL und die konkurrierenden Bahngewerkschaften Transnet und GDBA verpflichteten sich, die Tarifverträge der jeweils anderen Gewerkschaft anzuerkennen.

Die GDL hatte Ende März rund 12.000 Mitglieder aufgerufen, sich an der Urabstimmung zu beteiligen. 8600 Mitglieder schickten die Stimmzettel zurück. Von ihnen stimmten 85,5 Prozent mit Ja, 14 Prozent votierten mit Nein.

Für eine Beendigung des Streiks war ein Quorum von mindestens 25 Prozent der ausgezählten Stimmen notwendig.

Im vergangenen August hatten sich 95,8 Prozent der GDL-Mitglieder bei einer Urabstimmung für einen Streik zur Durchsetzung eines eigenständigen Tarifvertrages für das Fahrpersonal ausgesprochen.

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(sueddeutsche.de/dpa/Reuters/mel/hgn)