Es wird ernst: Ab Mittwoch streikt in Berlin die Polizei. Nach dem 1. Mai soll der Streik auch auf Bürger- und Ordnungsämter ausgeweitet werden. So wollen die Angestellten des Landes Lohnerhöhungen erzwingen.

Ab Mittwoch streikt in Berlin die Polizei. 2000 Beamte sind laut der Gewerkschaft der Polizei mit Beginn der Nachtschicht zum Streik aufgerufen. Betroffen seien Gefangenensammelstellen und der Zentrale Objektschutz, der unter anderem die Botschaften in der Hauptstadt bewacht. Nach dem 1. Mai sollen die Aktionen möglicherweise auch auf die Bürger- und Ordnungsämter ausgeweitet werden, teilte die Gewerkschaft Verdi mit.

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Berliner Polizisten in Protestkluft: Ab Mittwoch wird die Hauptstadt bestreikt. (© Foto: ddp)

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In Urabstimmungen hatten zuvor sowohl die Gewerkschaften des Deutschen Gewerkschaftsbundes als auch des Beamtenbundes DBB mit deutlichen Mehrheiten für einen Arbeitskampf votiert. Bei Verdi und der Polizeigewerkschaft lag die Zustimmung zum Streik den Angaben zufolge bei 85,4 Prozent. Nötig waren 75 Prozent Ja-Stimmen. Bei den Fachgewerkschaften der Beamtengewerkschaft DBB Tarifunion votierten 90,53 Prozent dafür.

Forderung: 2,9 Prozent mehr Lohn

Die Arbeitnehmervertretungen verlangen 2,9 Prozent mehr Geld für rund 50.000 Arbeiter und Angestellte des Landes. Dazu fordern sie für die drei vergangenen Jahre je 300 Euro Einmalzahlungen, wie sie bereits in den anderen Bundesländern gezahlt werden.

Der Berliner Senat lehnt unter Verweis auf geltende Verträge Tariferhöhungen ab. Die Landesregierung hat jedoch Einmalzahlungen für 2008 und 2009 in Aussicht gestellt.

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(sueddeutsche.de/dpa/tob/jkr)