Widerstand in den eigenen Reihen: Offenbar nehmen die Stimmen gegen einen unbefristeten Streik innerhalb der Gewerkschaft der Lokomotivführer zu. Eine Schlichtung wird es aber mit der GDL nicht geben.
Innerhalb der Lokführergewerkschaft GDL wächst angeblich der Widerstand gegen die für den 10. März angedrohten bundesweiten Streiks. Die Bild-Zeitung berichtete am Mittwoch, viele Lokführer seien unzufrieden damit, dass die sicher geglaubte Gehaltserhöhung von insgesamt elf Prozent wieder auf der Kippe stehe und sie erneut streiken müssten, schrieb die Zeitung.
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Zudem sei es unwahrscheinlich, dass sich Zugbegleiter an dem neuen Ausstand beteiligen werden. Sie seien enttäuscht über den jüngst zwischen GDL und Bahn ausgehandelten Tarifvertrag. Dieser soll, trotz zunächst anders lautender Versprechungen, nur für die Lokführer und nicht für das Begleitpersonal gelten.
Der stellvertretende Vorsitzende der GDL, Claus Weselsky, will sich durch Kritik anderer Gewerkschaften "nicht vom Streik abhalten lassen". Der Sächsischen Zeitung sagte Weselsky, auch Schlichter wie Kurt Biedenkopf oder Heiner Geißler seien diesmal keine Hilfe: "Wir haben ja einen verhandelten Tarifvertrag." Mit gerichtlichen Verfügungen gegen den Streik rechnet der GDL-Vizechef nach eigenen Worten nicht: Das sächsische Landesarbeitsgericht habe der Bahn "eine Abfuhr" erteilt und auch wieder Streiks im Nahverkehr zugelassen.
Auf die Frage, ob die Gewerkschaft Streiks am Wochenende und an Feiertagen finanzieren könne, sagte Weselsky der Sächsischen Zeitung: "Niemand sollte sich Gedanken machen, dass unsere Streikkasse das nicht aushalten würde."
Appell an die Vernunft
Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) forderte nach der Ankündigung der GDL am Dienstagabend alle Beteiligten im Tarifstreit auf, sofort die Gespräche wieder aufzunehmen. "Es müssen alle Möglichkeiten ausgelotet werden, um zu einer tragfähigen Vereinbarung zu kommen", sagte der Politiker. "Niemand hätte Verständnis für einen Streik, obwohl alle Bestandteile zum Entgelttarifvertrag vereinbart worden sind", erklärte Tiefensee und appellierte "wieder einmal" an die Vernunft aller Beteiligten.
Die GDL will ab Montag unbefristet im Personen- und Güterverkehr streiken. Damit soll das Unternehmen zur Unterzeichnung eines bereits vereinbarten Tarifvertrages gezwungen werden. Die Bahn ihrerseits besteht darauf, dass zuvor ein "Grundlagenvertrag" zwischen ihr und der GDL abgeschlossen wird, der die Zusammenarbeit langfristig regelt. Nach Lesart der GDL schränkt er aber die grundgesetzlich garantierte Koalitionsfreiheit ein, weil er es der Gewerkschaft verbiete, in bestimmten Tochtergesellschaften der Bahn als Arbeitnehmerorganisation aufzutreten.
(AP/AFP/mel/hgn)
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"der da hat gesagt..." ":...stimmt ja gar nicht".... "dooooch".... "ich hau dich".... langsam wirds echt Kindergarten und es kommt mir so vor, als ob ich meinen Neffen aus dem Kindergarten abhole....
Für mich wird, nachdem die Transnet und die GdBA erwägen die GDL zu isolieren aberimmer klarer, wer das größte Kind von beiden ist...
Recht haben sie, die Lokführer. Tricky-Mehdorn und seine Personalsirene Suckale haben jetzt monatelang die GDL an der Nase herumgeführt und ein Versprechen nach dem anderen gebrochen. Und die SZ kapriziert sich statt dessen auf die arme Andrea Ypsilanti, die ja nur einen "Wortbruch" begangen haben soll...
"Lehnt Schlichtung ab"????? Alles sehr professionell. Damit haben sie dann endgültig das ganze Land gegen sich. Super. Da werden auch noch die letzten "Befürworter" vergrault. Pendle jeden Tag 2.5 Stunden (einfach) mit dem Zug und freu mich schon riesig auf erneutes GDL Chaos. Vielen Dank auch.
Ja wenn es den so ist. STREIK,
Ich finde Deutschland wird langsam aber sicher zu einem Theaterstück, mal schauen was der Eintrittspreis sagt?
Wann endlich gibt es ein Volk in Deutschland? Dann könnte man Rufen WIR SIND DAS VOLK, aber Einheit ist ja bis heute noch nicht da weder bei den Politikern die da noch hetzen gegen ost und west wie auch bei den Deutschen Einwohnern. So lange wie es nur Einwohner gibt und kein Volk wird es nicht besser in Deutschland. Darauf mein Wort.
Die GDL-Mitglieder glauben wohl alles, was ihr grosser Vorsitzender sagt. "Die bösen Bahn-Vorstände" würden ihre Vereinbarungen brechen und so muss(!) wieder gestreikt werden. Für mich ist das nur ein Vorwand, um sich mit Ver.di zeitgleich zu solidarisieren und den Bürgern richtig Ärger zu machen. (z.B. keine Ausweichmöglichkeit mehr, wenn der Flieger nicht geht)
"Güter gehören auf die Bahn" - dass ich nicht lache...
Paging