Die vier jungen Leute, mit Computer und Internet aufgewachsen, setzen dabei auf den Trend, der Informationstechnologie mehr und mehr vom reinen Effizienzverstärker zum Intelligenzverstärker macht. "Mit der Breitbandtechnologie ergeben sich immer mehr technische Möglichkeiten", sagt Barth. Die könne man jetzt für ein umfassendes Informations- und Weiterbildungsangebot strategisch nutzen. "Darauf läuft", so Müller-Eiselt, "unser gesamtes Konzept auch hinaus."
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Geplant ist, das für Nutzer kostenlose Internetportal zur zentralen Plattform für akademische Videoinhalte aus dem deutschsprachigen Raum aufzurüsten. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Hochschulen und Universitäten dafür Videoaufnahmen von Vorlesungen, Vorträgen oder Diskussionsrunden und Kolloquien aus unterschiedlichen Wissen- und Lehrgebieten zur Verfügung stellen. Lange sieht darin kein Problem. Schließlich könnten die Bildungseinrichtungen so "Werbung in eigener Sache" machen.
Seit die vier Studenten mit bildungsrepublik.de zu den Preisträgern des Wettbewerbs "Generation-D" gehören, fühlen sich sie bestätigt in ihrem Tun. Doch ihre Plattform ist längst noch nicht online gegangen. "Das dürfte auch noch Monate dauern", ist Lange überzeugt. "Wir müssen jetzt unter uns zu mehr Verbindlichkeit kommen." Vieles gibt es zu bedenken und voranzutreiben.
Noch sind längst nicht alle potentiellen Lieferanten von Inhalten gewonnen. Noch steht nicht fest, ob das als selbst organisierendes System konzipierte Portal auch praktisch funktionieren wird. Zunächst wollen die Initiatoren einen Dummy erarbeiten und damit die erste Testphase starten. Zugleich laufen Verhandlungen mit Unternehmen aus der Wirtschaft, die nicht nur mit Geld, sondern auch mit Know-how in das Projekt einsteigen. Das Interesse sei da, sagt Klöpper. "Es wird sich noch steigern, wenn die Firmen daraus selbst einen Nutzwert ziehen können - zum Beispiel für die Werbung oder Ausbildung von dringend benötigten Fachkräften."
Einen Nutzen erhoffen sich die vier Studenten auch für sich selbst. Jeder der vier kann sich vorstellen, mit dem Portal in die unternehmerische Selbständigkeit zu starten. "Ganz gegen den Trend", sagt Klöpper nüchtern.
Schließlich werde in Deutschland immer noch beklagt, dass junge Absolventen kaum den Sprung in die Selbständigkeit wagen. "Wir könnten dafür einen Gegenbeweis antreten", ergänzt Barth. Für den kritischen Geist der Truppe sei das nicht die schlechteste Idee.
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(SZ vom 27.11.2008/ld/mel)
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Arbeiten die vier derzeit kostenlos daran für eine Universität? Wer ist Inhaber der geschaffenen Werte? Wovon leben sie?
Ja super, da haben junge Leute eine Idee, wollen akademische Inhalte für jedermann, ob Renter, Schüler oder im Erziehungsurlaub, frei zugänglich machen und wagen damit die Selbstständigkeit. Sofort melden sich die Bedenkenträger und Kritiker, denen Unternehmertum schon immer ein Dorn im Auge war, und "befürchten", dass die Studenten am Ende auch noch Geld damit verdienen könnten... Du liebe Zeit, armes Deutschland, R.I.P. - Land der Ideen, an Gleichmacherei gescheitert
Ja,nee, is klar. Da will die zukünftige "Privatschulen-Elite" Geld mit staatlich finanzierten Vorlesungen verdienen. Sozialismus für Reiche...