Im Siemens-Aufsichtsrat gibt es offenbar eine grundsätzliche Meinungsverschiedenheit: Der neue Chef solle aus dem Konzern kommen, meint die Arbeitnehmerseite. Aufsichtsratschef Cromme macht sich hingegen für einen Externen stark.

Der Siemens-Aufsichtsrat ist bei der Suche nach einem neuen Vorstandschef für den Technologiekonzern einem Pressebericht zufolge gespalten.

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Der Tagesspiegel zitierte Unternehmenskreise mit den Worten, im Aufsichtsrat tobe "ein verdeckter Machtkampf".

Während sich die Arbeitgeberseite unter der Führung von Aufsichtsratschef Gerhard Cromme für einen externen Kandidaten einsetze, favorisierten die Arbeitnehmer einen Kandidaten aus den eigenen Reihen.

Unter den internen Kandidaten gelte Erich Reinhardt, der Leiter der Medizintechnik-Sparte, als Favorit. Der Verein der Belegschaftsaktionäre habe aber drei weitere Namen ins Spiel gebracht, heißt es in dem Bericht: Helmut Gierse, der die Automatisierungs- und Antriebstechnik leitet, Gebäudetechnik-Vorstand Heinrich Hiesinger und Technik-Vorstand Hermann Requardt. Reinhardt und Requardt sind beide auch Mitglieder des Siemens-Zentralvorstands.

Vorschläge sollen noch im Mai präsentiert werden

Derzeit versuche der Präsidialausschuss des Aufsichtsrats, eine gemeinsame Lösung zu finden. Das Gremium, dem neben Cromme auch Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann und Siemens-Gesamtbetriebsratschef Ralf Heckmann angehören, wolle seine Vorschläge noch im Mai dem Aufsichtsrat präsentieren.

Als externer Favorit für die Nachfolge von Klaus Kleinfeld gelte nach wie vor Linde-Chef Wolfgang Reitzle. Daneben seien mehrere Spitzenmanager aus dem In- und Ausland im Gespräch.

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(sueddeutsche.de/dpa-AFX)