"Aktionswaren sind ein Schlüsselelement im Konkurrenzkampf von Unternehmen nicht nur im Lebensmitteleinzelhandel", heißt es in der 60-Seiten-Studie. Rund 20 Prozent seines Gesamtumsatzes erziele Aldi über den Verkauf von Aktionsware.
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Das Unternehmen werde die Südwind-Studie prüfen, teilte Aldi-Süd auf Anfrage von sueddeutsche.de mit.
Broschüren an Kunden verteilt
2008 hatte Aldi allerdings in Reaktion auf ähnliche Vorwürfe in seinen Filialen Broschüren verteilt. Darin verwies Aldi darauf, Mitglied der Business Social Compliance Initiative (BSCI) zu sein, in der sich zahlreiche europäische Handelsunternehmen für die Einhaltung von arbeitsrechtlichen Standards bei ihren Zulieferern verpflichten.
Südwind allerdings kritisiert, dass es sich bei BSCI um eine Initiative handle, die lediglich auf Selbstverpflichtungen der Industrie basiere. Die Organisation verlangt von den Handelsunternehmen, sich stattdessen bindenden Regeln zu unterwerfen, wie sie vom EU-Parlament gefordert werden.
Die Organisation Südwind will mit ihrer Arbeit den Blick auf den Zusammenhang zwischen dem Verhalten der Verbraucher in Industrieländern und den Lebensbedingungen der Produzenten in der dritten Welt lenken. Vor zwei Jahren hatte die Organisation bereits eine Studie über Aldi-Textilzulieferer mit ähnlichen Ergebnissen veröffentlicht. Die aktuelle Studie wurde wiederum von einer Weiterbildungsgesellschaft namens Inwent finanziell unterstützt.
Aldi beschäftigt insgesamt 190.000 Personen, davon 50.000 in Deutschland.
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- Discounter Billig lohnt sich 03.02.2009
- Aldi: Expansion in den USA Shoppen auf deutsch 14.01.2009
(sueddeutsche.de/dpa/AFP/mel/hgn)
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'Wollen wir hoffen, dass es immer genügend Länder gibt, die diese Phase noch nicht hinter sich gebracht haben... '
Die Zustände vorher waren besser?
Auch in China geht es heute vielen Menschen besser als noch vor wenigen Jahren.
"Es scheint wohl eine historische Notwendigkeit zu sein, dass Gesellschaften auf dem Weg zur Industrialisierung diese Phase der Ausbeutung durchlaufen müssen."
So kann man sich die Tatsache, dass diese Ausbeutung stattfindet, damit wir hier im Wohlstand leben, natürlich auch schönreden.
Wollen wir hoffen, dass es immer genügend Länder gibt, die diese Phase noch nicht hinter sich gebracht haben...
"In wirtschaftlich schlechten Zeiten wird es viele Leute geben, die es sich schlicht nicht leisten können einen moralischen Aspekt in der Auswahl ihrer gekauften Produkte zu legen."
Sorry, aber so einfach kann man es sich nicht machen. Wenn ich mich in "wirtschaftlich schlechten Zeiten" dazu entschliesse, trotzdem am Konsumrausch teilzunehmen, kann ich mich moralisch nicht freisprechen. Bei den im Artikel behandelten Aktionsartikeln handelt es sich mitnichten um Grundnahrungsmittel, sondern um Konsumgüter. Auf die kann man aus moralischen Gründen auch mal verzichten, wenn man sich fair gehandelte nicht leisten kann...
Menschenverachtende Arbeit wo ??? In China oder in Deutschland. Oder ist es nicht Menschenverachtend, wenn Putzfrauen berichten, Leiharbeiterinnen zu sein, 3 Jobs zu haben, 80 Stunden pro Woche arbeiten und aus Hartz IV zubezahkt werden, weil sie von ihrem Arbeitgebern weniger bekommen im Monat. So lange wir in Deutschland unter anderem auch mit moderner Sklavenhaltung arbeiten, gibt es für unsere Medien keinen Grund, zur Ablenkung auf China zu zeigen, wo es so etwas wohl auch gibt.
Man kann anscheinend nicht den Chinesen Arbeit geben UND hier hohe Löhne zahlen. Unsere überaus global sozial orientierten deutschen Konzerne wollen doch schliesslich nur das Beste von/für die Chinesen, nicht wahr?
Paging