Von Alexander Mühlauer

Familie, Gesundheit und Geld: Das ist die magische Formel fürs Glücklichsein. Die Skandinavier haben das große Los gezogen - sie sind am zufriedensten.

Geld macht glücklich. Also doch. Den Beweis liefert eine Untersuchung zur Lebenszufriedenheit in 30 europäischen Staaten. Für die Studie "European Quality of Life Survey" verteilte die Europäische Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen (Eurofound) etwa 30.000 Fragebögen an private Haushalte. Das Ergebnis: Die glücklichsten Europäer leben in Skandinavien.

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Geld macht glücklich - doch nur bis zu einem gewissen Grad. Denn Gesundheit und Familie sind die wichtigsten Glücksfaktoren. (© Foto: AP)

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Dänen, Schweden und Finnen sind mit ihrem Leben am zufriedensten. Am Ende der Glücksskala stehen Mazedonier, Ungarn und Bulgaren. Die Deutschen liegen zusammen mit Tschechen und Slowaken im europäischen Durchschnitt. Menschen in Spanien, Frankreich und Großbritannien sind, so die Studie, etwas glücklicher. Österreicher, Polen und vor allem Italiener zeigten sich mit ihrem Leben nicht so zufrieden.

Eine entscheidende Rolle in Sachen Glück oder Unglück spielt die finanzielle Situation - allerdings nur bis zu einer bestimmten Vermögensgrenze. "Länder mit hohem Einkommen schneiden bei der Frage nach der Zufriedenheit im Leben sehr gut ab", sagt Branislav Mikulic, einer der Forscher von Eurofound. Glück und Zufriedenheit mit dem eigenen Leben wüchsen aber nicht mit der Höhe des Kontostandes: "Wenn eine bestimmte Stufe des Einkommens erreicht ist, spielt mehr Geld keine große Rolle mehr bei der Steigerung der Lebensqualität."

Glücklichsein ist kulturabhängig

Dies bewiesen, so der Wissenschaftler, die skandinavischen Länder: Dort äußerten die Befragten unterschiedlicher Gehaltsstufen ein ähnliches Glücksempfinden. Dänen, Finnen und Schweden schätzen die Spannungen zwischen Arm und Reich in ihrer Heimat als sehr gering ein. In Deutschland, Frankreich, Polen und Österreich hingegen empfinden die Bürger den Gegensatz zwischen Arm und Reich viel stärker. Der Glücksforscher und Ökonom Bruno Frey von der Universität Zürich ist jedoch der Meinung, man könne die Einstellungen zum Thema Glück bei verschiedenen Nationen nur schlecht vergleichen. Unterschiedliche Kulturen würden unterschiedlich Auskunft darüber geben, wie zufrieden oder unzufrieden sie sind.

Lesen Sie weiter, warum es im Bereich Gesundheit düster aussieht.

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