Die Zahl studentischer Unternehmensberatungen wächst: Die Firmen freuen sich über günstige Ratgeber - und der Nachwuchs macht wichtige Erfahrungen.
Der Gründer war schon ein gestandener Unternehmer. Mit einem Teil seines Vermögens wollte er eine weitere Firma aufbauen, und zwar einen Lufttaxi-Betrieb, der Fahrgäste, sofern sie denn das nötige Kleingeld haben, schnell von Ort zu Ort fliegt. Um sich über Stärken und Schwächen seines Geschäftsplans klar zu werden, suchte er einen Sparringspartner, einen Berater. Er fand Jacqueline Schwenk, die sich gern an den Auftrag erinnert: "Mit so jemandem über seine Kalkulation zu diskutieren, war schon beeindruckend." Besonders, wenn man wie Schwenk damals erst 19 Jahre alt war und gerade das Studium begonnen hat.
In der studentischen Unternehmensberatung Academy Consult haben sich etwa 80 Studenten an Münchner Hochschulen organisiert, die sich neben den Vorlesungen als Berater für Firmen erproben. (© Foto: Andreas Heddergott)
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Die junge Frau gehörte zu einem Team der studentischen Unternehmensberatung Academy Consult, das der Gründer gebucht hatte. In der Initiative haben sich etwa 80 Studenten an Münchner Hochschulen organisiert, die sich neben den Vorlesungen als Berater für Firmen erproben. Bundesweit gibt es zwischen 80 und 100 derartige Vereine an Universitäten. Das Interesse wächst. Es ist für beide Seiten ein lohnendes Geschäft: Der Nachwuchs - in der Mehrheit angehende Wirtschaftswissenschaftler - wendet sein theoretisches Wissen in der Praxis an und lernt den Berateralltag kennen. Die Betriebe erhalten Unterstützung zu einem günstigen Preis.
Prüfungen an der Uni und Zeitdruck im Job
Das Lufttaxi-Konzept war Schwenks erster Einsatz, inzwischen ist die Studentin der Volkswirtschaftslehre ein Jahr älter und um zwei Projekte erfahrener. Beim dritten Auftrag war sie Leiterin eines vierköpfigen Teams. In den Räumen von Academy Consult, nahe der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität, stellt sie bei einem der abendlichen Treffen der Initiative die Ergebnisse vor. Eine lange Tischreihe, an der Wand ein Regal mit edel gebundenen Lexika, 30 Zuhörer, vor allem Männer. Am Kopfende des Tisches steht Jacqueline Schwenk und berichtet. Von dem Ziel, eine Markteintritts-Strategie für eine neue Internet-Jobplattform zu entwickeln. Davon, dass der Kunde möglicherweise einen Folgeauftrag vergeben will. Und von den Problemen, den Zeitplan trotz vieler Prüfungen an der Hochschule einzuhalten.
Die 20-Jährige wirkt ruhig, wippt nicht mit dem Fuß, verhaspelt sich nicht. Parallel zum Vortrag wirft der Beamer Folien an die Wand. Sie sehen ebenfalls sehr professionell aus. Man kann sich jetzt gut vorstellen, wie die junge Studentin im Besprechungsraum einer Firma steht, wie sie Managern die Resultate des Teams vorträgt. Das sichere Auftreten ist auch Ergebnis von Schulungen: Bei studentischen Beratungen wie Academy Consult durchlaufen die Mitglieder Seminare, in denen es etwa um Präsentationstechnik oder Projektleitung geht. "Das sind wichtige Grundlagen", sagt Schwenk, "aber so richtig lernt man die Beratungspraxis dann doch erst beim Kunden. Man muss sich ausprobieren." Lesen Sie auf der nächsten Seite, was die Jung-Berater verdienen.
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Sie studiert eben WiWi und nicht SozPaed, da hat man andere Prioritaeten ... oder vielleicht hat sie ja auch schon VOR dem Auftrag gewusst, dass die Mitarbeiter auch Menschen sind? Wieso so verbittert? Hat Ihnen die junge Dame was getan, oder Ihre Bekannten gefeuert? Sie interpretieren ja ganz schoen rum, was ihre Persoenlichkeit angeht.
"Ich habe viel Wichtiges gelernt: wie man ein Team leitet, wie man Kunden überzeugt, wie man Ergebnisse präsentiert"
Wie man tatsächlich ARBEITET? Dass die Gestalten in der Werkhalle richtige Menschen wie man selber ist und keine Kostenstellen auf zwei Beinen? Sowas auch? Nein, offensichtlich nicht. Gute Nacht!
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