Der russische Stromkonzern Gazprom will auf dem deutschen Markt Fuß fassen und hier Gaskraftwerke bauen. Mehrere Projekte sind laut Konzernspitze bereits in Planung.
Der vom Kreml kontrollierte russische Gaskonzern Gazprom drängt auf den deutschen Strommarkt und will hier Gaskraftwerke bauen. "Wir haben mehrere Projekte in Deutschland in Vorbereitung", sagte Vize-Vorstandschef Alexander Medwedew der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. "Mindestens zwei davon sind weit fortgeschritten."
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Konkret nannte er den Bau eines großen Gaskraftwerks mit Eon-Ruhrgas in Lubmin nahe der Ostsee. Dort soll die geplante Ostsee-Pipeline auf das Festland treffen. Die Anlage solle ein Kapazität von mehr als 1000 Megawatt haben, hieß es unter Berufung auf Branchenkreise.
Für Unternehmensübernahmen, an denen dem halbstaatlichen Energiekonzern großes Interesse nachgesagt wird, gebe es keine konkreten Pläne: "Wir führen derzeit in Europa keine entsprechenden Gespräche." Allerdings wolle Gazprom künftig das Geschäft mit Endkunden aus den westeuropäischen Märkten forcieren. In Großbritannien seien bereits kleinere Unternehmen mit Endkunden gekauft worden.
In Deutschland habe Gazprom "heute kein Stadtwerk auf unserer Liste", sagte Medwedew, der bei Gazprom für das internationale Geschäft zuständig ist. In Eisenhüttenstadt solle mit der luxemburgischen Gesellschaft Soteg ein Gaskraftwerk gebaut werden, das wohl vor allem das Werk des Stahlkonzerns Arcelor-Mittal mit Strom beliefern würde.
Mit Blick auf Vorbehalte gegen die geplante Ostsee-Pipeline sagte Medwedew: "Wir werden das alles in voller Übereinstimmung mit den gesetzlichen und ökologischen Anforderungen der EU und der betroffenen Länder erledigen."
Neben Schweden hat inzwischen auch Finnland unter Hinweis auf Umweltrisiken die geplante Pipeline kritisiert. Helsinki fordert eine andere Route für die Gasleitung weil beim aktuellen Verlauf giftiges Cadmium vom Meeresboden aufgewirbelt werden könnte, wie der finnische Umweltminister Kimmo Tiilikainen dem Tagesspiegel am Sonntag sagte.
Medwedew nannte es in der FAZ einen "Albtraum", wenn das Pipeline-Projekt scheitern würde. "Europa würde dann 55 Milliarden Kubikmeter Gas weniger bekommen. Wer ist dann verantwortlich für die Versorgungslücke, die Preisexplosion?" Gazprom hält die Mehrheit an der Pipeline-Betreibergesellschaft Nord Stream.
Insgesamt wolle Gazprom sein Geschäft diversifizieren und stärker auf Rohöl, Ölprodukte und Strom setzen, sagte Medwedew. "Wir werden unsere Aktivitäten auf Länder wie China, Korea, Japan, Amerika und Kanada ausdehnen."
(dpa/bica/gdo)
Großprojekte in Berlin
sollen doch 5 Kraftwerke bauen und den Strom an der Strombörse anbieten, dann müssen die 4 Abzocker auch mit den Preisen runter und können nicht mehr so manipulieren. Ich wäre aber auch für französischen, spanischen oder sonstigen Anbietern offen. Das Monopol kann nur mit Konkurenz gebrochen werden. Naja die Grünen sind für ökostrom also Strom aus Schweden, leider auch Atomstrom mit Wasserkraft gemischt. Oder Sonnenstrom aus der Sahara, schade keine Solarkraftwerke vorhanden. Es bleibt mir wohl nichts anderes übrig wie den überteuerten Strom von den vieren zu kaufen, eigentlich schade.
Deutschland ist schon abhängig von fremden Energien und bereits jederzeit dadurch erpressbar. GAZPROM will diese Abhängigkeit Deutschlands nur noch verschärfen.
Ob da ein evtl. charakterloser deutscher Berater mitgeholfen hat ?
Wenn man jedoch betrachtet wie Vladimir Putin derzeit mit dem "Rest der Welt" umspringt, könnte das ihm auch selbst eingefallen sein.
Bei der derzeit nicht statt findenden Energiepolitik in diesem Land stellt sich lediglich die Frage : Wer erpresst uns als Nächster ?
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Nichts gegen Gazprom, aber:
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"Insgesamt wolle Gazprom sein Geschäft diversifizieren und stärker auf Rohöl, Ölprodukte und Strom setzen, sagte Medwedew. "Wir werden unsere Aktivitäten auf Länder wie China, Korea, Japan, Amerika und Kanada ausdehnen."
Ende
Dreckstrom- und Energieerzeugung haben wir hier schon mehr als genug. Das muss abgebaut werden, nicht ausgebaut.
Und auch nicht ersetzt durch Atomstrom.
Es geht auch völlig ohne Emmisionen und langfristige Gefahren und ein jeder der´s wissen will der weiß das auch.
..hat Schröder ja auch nicht wegen seiner "Fähigkeiten" "eingestellt". Der weiss nämlich wieviel jeder Politiker kostet. Der perfekte "Türöffner".
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