Streit um E-Book-Preise Amazon einigt sich mit US-Verlag Hachette

  • Nach langen Verhandlungen haben Amazon und die US-Verlagsgruppe Hachette ihren Streit um den Preis von E-Books beigelegt
  • Die "New York Times" berichtet, dass Hachette weiterhin selbst den Preis seiner elektronischen Bücher festlegen darf

Es war ein erbitterter Streit, nun haben beide Seiten sich geeinigt: Der weltgrößte Online-Händler Amazon und die Verlagsgruppe Hachette gaben am Donnerstag eine langfristige Vereinbarung bekannt. Der "New York Times" zufolge bekommt Hachette dabei das Recht, selbst den Preis seiner E-Books festzulegen. Das war ein zentraler Streitpunkt in dem monatelangen Konflikt. Der Vorstandsvorsitzende von Hachette, Michael Pietsch, nannte die Vereinbarung in der Zeitung eine großartige Nachricht für Autoren, von der diese jahrelang profitieren würden.

Amazon will die Preise drücken

Der Online-Händler Amazon dringt in den USA auf niedrigere Preise für digitale Bücher und wollte laut Medienberichten auch einen höheren Anteil der Erlöse für sich. Der Streit hatte für Aufsehen gesorgt, da Bücher von Hachette bei Amazon zeitweise nicht verfügbar waren oder ungewöhnlich lange Lieferzeiten hatten. Eine Reihe bekannter Schriftsteller kritisierte den Online-Händler daraufhin scharf, darunter Bestsellerautoren wie Philip Roth oder Salman Rushdie.

Zweite Einigung in kurzer Zeit

In Deutschland war Amazon in einen ähnlichen Konflikt mit der Verlagsgruppe Bonnier verwickelt, zu der unter anderrem die Verlagshäuser Ullstein und Carlsen gehören. Auch dabei ging es vor allem um die Verteilung der Einnahmen aus den E-Book-Verkäufen. Der Streit wurde vor Kurzem beigelegt.