Im Gegensatz zu einer deutschen Familienstiftung lässt sich eine liechtensteinische Familienstiftung bei ihrer Gründung von ihrem Stifter gleich einem Bankkonto beherrschen - indem er sich zum Beispiel in der Urkunde vorbehält, auch zu Lebzeiten die Stiftung jederzeit zu widerrufen.
Der Grund für die Attraktivität der liechtensteinischen Stiftungen: Wenn der Stifter will, dass Frau und Kinder alles erben, dann erben sie auch alles. (© Foto: AP)
Anzeige
Trotzdem fällt das Vermögen rechtlich bei seinem Tod nicht in seinen Nachlass - eventuelle Gläubiger könnten also daraus keine Ansprüche befriedigen. Allein der Wille des Stifters zählt. Wenn er will, dass Frau und Kinder alles erben, dann erben sie auch alles. In diesen Eigenarten liegen die wichtigsten Gründe für die besondere Attraktivität liechtensteinischer Stiftungen.
Das Steuerrecht kann den Zusatznutzen einer solchen Stiftung freilich nur allzu schnell ins Gegenteil verkehren. Und das deutsche Steuerrecht ist Vermögenstransfers in liechtensteinische Familienstiftungen und Ausschüttungen aus ihnen alles andere als wohl gesonnen. Bereits die Ausstattung der liechtensteinischen Stiftung mit Vermögen löst im Normalfall eine Schenkungssteuer von bis zu 50 Prozent aus.
Da sich die Stiftung in Liechtenstein in der Regel weigern wird, diese Steuer auf das in Deutschland erwirtschaftete Vermögen zu bezahlen und das Fürstentum dem deutschen Staat hier keine Rechtshilfe gewährt, wird der deutsche Fiskus den einheimischen Stifter dafür in Haftung nehmen; immer vorausgesetzt natürlich, er erfährt von der Stiftung. Die Folge aber ist, dass sich die legale Errichtung einer liechtensteinischen Stiftung für einen Deutschen praktisch nicht lohnt. Zwar hat der Bundesfinanzhof im Juni 2007 geurteilt: Schenkungssteuer falle nicht an, wenn die Stiftung über das Vermögen des Stifters gar nicht frei verfügen kann.
Doch damit dürfte das Problem wohl nur aufgeschoben sein. Denn der Einfluss des Stifters erlischt nach liechtensteinischem Recht spätestens mit seinem Tod - seine Erben könnten also später zur Kasse gebeten werden. Hinzu kommt, dass das von der liechtensteinischen Stiftung erzielte Einkommen im Regelfall weiterhin dem deutschen Stifter zugerechnet wird, er also zuhause Einkommensteuer darauf bezahlen muss. Auch dazu haben viele keine Lust.
Fortsetzung auf der nächsten Seite: Unter Steuerberatern spricht man unverblümt von "Hinterziehungsstiftungen".
Sie sind jetzt auf Seite 2 von 3 nächste Seite
- Steueraffäre Liechtenstein Eine lohnende Investition 17.02.2008
- Bankenstandort Liechtenstein Der Fürst und die Fahnder 15.02.2008
- Steuerflucht Ein Steuersatz von 0,63 Prozent 16.02.2008
- Bankenstandort Liechtenstein "Die Ermittlungen sind sehr unangenehm" 15.02.2008
- Steuerhinterziehung Skandal gigantischen Ausmaßes 15.02.2008
DFB-Elf vor der Europameisterschaft
Alle Wege der Finanzen gehen nach Liechtenstein. So hat sich auch die CDU auf diesen begeben, um damit die "Demokratie" zu stärken. Bei diesen Vorbildern bleibt dem Steuerpflichtigen auch kein anderer Weg, denn die Parteiein sind doch Ausdruck demokratischer Willensbildung. Also,...Steuern und Abgaben sind für uns nichts, allemal für die Kleinen !
"Das kann sich die EU nicht weiter bieten lassen."
Klingt gut, aber die EU ist ja selber schuld. Natuerlich sind Schweiz und Liechtenstein sicher Extrembeispiele, wie man hinterzogene Steuergelder aus dem Ausland anzieht (indem man die Steuerhinterziehung garnicht als Straftatbestand anerkennt), aber die EU krankt auch intern an der magelnden Harmonisierung von Rechtsnormen und Steuergesetzgebung.
Beispiel Stiftungen: Nach hollaendischem Recht muessen Stiftungen keine Rechenschaftberichte veroeffentlichen. IKEA macht sich dies ganz legal zunutze und minimiert seine Steuerlast in Deutschland, indem die Gewinne der Filialen weitestgehend abgeschoepft und als eine Art Lizenzgebuehr an die in Holland registrierte IKEA-Stiftung (INGKA Foundation) transferiert werden. Als Stiftung fallen dort wesentlich niedigere Steuern an. Natuerlich weiss jeder (nicht nur in Holland), dass die IKEA-Stiftung, mit ueber 30 Milliarden Euro eine der groessten Stiftungen weltweit, alles andere als gemeinnuetzig ist sondern lediglich als Bunker fuers IKEA-Investitionskapital dient.
IKEA macht hier in Deutschland fast doppelt soviel Umsatz als in irgendeinem anderen Land versteuert aber seine Gewinne in Holland. Ganz legal.
Wer die Anhäufung von Briefkastenfirmen, Stiftungen und Vermögensverwaltungen in Lichtenstein unvoreingenommen betrachten, muß zu dem Schluß kommen, hier werden systematisch Steuererkriminiellen staatlich unterstützt. Das kann sich die EU nicht weiter bieten lassen.
ein Berufsträger wie der Autor sollte nicht einen derartigen reisserischen Titel wählen, der darüber hinaus auch noch einseitig und tendenziös ist. Die Staaten selbst benutzen "Stiftungen", die weder "gemeinnützig" noch altruistisch sind. Doch diese Art von Rechtspersönlichkeiten sind nach unserem Rechtsverständnis Ausfluss der staatlichen Hoheit und damit -allenfalls- über die politische Stimmabgabe (sehr indirekt) zu beeinflussen. "Wer mehr als 25% Steuern zahlt, wird kalt enteignet": (Prof.Dr.iur.Gendre / Universität Freiburg - Schweiz). Wenn ein Staat seine Bürger schröpft und dann auch noch das Steuergeld -zumindest- unsachgemäss verwendet, ist eine Verdrossenheit des mündigen Bürgers keine Überraschung. Wenn dann derselbe Staat auch noch zu illegalen Mitteln greift, um Steuergeld über die strafrechtliche Schiene einzutreiben, dann ist ein Grundsatzproblem offensichtlich. Die Schweiz betrachtet Steuervergehen als einen administrativen Sachverhalt und nicht als einen strafrechtlichen; ein durchaus diskussionswürdiger Ansatz...........
allgemein, dort steht in der Regel die Besitzvermehrung im Vordergrund und die Beigabe "gemeinnützig" ist meist nichts andres als ein neues Mittel, sich um die Steuer herumzudrücken und den Besitz der eh schon Besitzenden zu mehren.... auch bei der Bertelsmann-Stiftung stehen ganz eigennützige Zwecke im Vordergrund, Politikberatung ist nichts, als das Durchsetzen von Interessen der Bertelsmänner und der Geldvermehrung im Sinne der Bertelsmänner, dasselbe gilt von allen US-Thinktanks und den McKinsey"beratern" - ihnen allen ist eine Devise gemeinsam:
Alles für die die haben und zwar von denen, die nichts haben ausser ihrer Arbeitskraft und die auch in Zukunft nichts haben sollen. Dazu wird seit einem Jahrzehnt nun auch die Welt-Nahrungsmittelkontrolle angestrebt, die Nahrungsmittellindustrie dazu zentralisiert und mit Hilfe der Gentechnik in den Besitz dieser Herrschaften gebracht. Fürst Adam von Liechtenstein ist zusammen mit BASF auch da ganz vorne mit dabei. Altes Handwerk der Blaublütigen, Generationen von Raubrittern lassen sich nicht beirren und sind ganz offensichtlich das Vorbild der neuen Raubrittereliten. Es ist schliesslich kein Zufall, dass sich 50% des Weltvermögens in den Händen von 0,5% der Bevölkerung befinden.