Billig lohnt sich häufig nicht. Denn vermeintliche Schnäppchen in Discountern entpuppen sich nach Angaben der Stiftung Warentest oft als Fehlkauf.

Besonders preisgünstige Aktionsware bei Discountern sind nach Untersuchungen der Stiftung Warentest oft ein Flop. Jedes dritte vermeintliche Schnäppchen habe sich letztlich als Fehlkauf herausgestellt, teilte die Organisation mit.

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Der Billig-Supermarkt Aldi hatte mit seinen Computer-Angeboten lange großen Erfolg. (© Foto: dpa)

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Als Aktionsware gelten die Produkte, die zeitlich befristet neben dem Lebensmittel-Sortiment der Discounter angeboten werden.

Die Tester bemängelten, dass der Preisunterschied zu Markenangeboten häufig sehr gering ausfalle. Auch die Qualität zum angeblichen Niedrigpreis entpuppte sich mitunter als mangelhaft.

Besonders ärgerlich ist für die Stiftung Warentest, dass bei manchen Produkten offenbar die Sicherheit nicht gewährleitet ist. So habe etwa bei einer Säge, die für 79 Euro in einem Supermarkt angeboten wurde, die Kettenbremse versagt. Der Discounter zog das Produkt darauf aus dem Handel zurück.

Bessere Qualitätssicherung

Immerhin ist Stiftung Warentest zufolge ein "leicht positiver Trend" zu mehr Qualitätssicherung erkennbar. Hintergrund seien Garantieerklärungen für die Kunden, mit denen sich die Handelsketten unter Druck setzten. Zudem würden die Discounter mehr Qualität von ihren Lieferanten einfordern.

Kunden sollten sich zudem beim Kauf nicht vom kurzen Angebotszeitraum beeinflussen lassen. Letztlich wiederholten sich viele Angebote bereits binnen kurzer Zeit, merkten die Tester an. Deshalb sollten Verbraucher die Angebote in Ruhe mit anderen vergleichen und erst dann zuschlagen.

Die beste Aussicht auf ein echtes Schnäppchen haben Kunden laut Stiftung Warentest immer noch bei Aldi und Lidl. Aber auch hier sind nur maximal 40 Prozent der Aktionsware wirklich lohnend.

Für den Langzeittest hatte die Stiftung Warentest über sechs Jahre hinweg 332-mal Aktionsware in Schnelltests geprüft. Außerdem seien 64 zeitlich befristete Produkte in die normalen Tests eingebunden worden.

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(sueddeutsche.de/AFP/AP/ld/tob)