Von Hans-Jürgen Jakobs

Die Verlagsgruppe Holtzbrinck erwirtschaft mit ihren Sparten "Zeitungen", "Buchverlage" und "elektronischen Medien" einen Milliardenumsatz. So namhafte Titel wie S. Fischer, Rowohlt und die Wochenzeitung Zeit werden von der Gruppe verlegt.

Seit 1991 war der Österreicher Michael Grabner ein wichtiger Mann in der Stuttgarter Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck - zunächst zuständig für regionale Zeitungen, Hörfunk und Druckereien, von 1997 an dann auch für den Geschäftsbereich Wirtschaftsinformation.

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Nun geht der Manager Mitte März im Zuge einer Neuordnung der Führung. Der stellvertretende Vorsitzende der Verlagsgruppe wird in dieser Funktion von Jochen Gutbrod ersetzt.

Gutbrod, kaufmännischer Geschäftsführer und mitverantwortlich für die digitalen Medien, wird auch die Verantwortung für die Wirtschaftsinformationen übernehmen.

Stefan von Holtzbrinck wird Aufsichtsratschef

Der Geschäftsbereich Zeitungen wiederum wird künftig von Stefan von Holtzbrinck geführt - der auch den Vorsitz des Aufsichtrats übernimmt.

Die Holtzbrinck-Gruppe hat im Jahr 2006 insgesamt rund 2,25 Milliarden Euro umgesetzt (plus sieben Prozent). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Goodwill wuchs auf mehr als 200 Millionen Euro.

Zum ertragsstarken Kernbereich Zeitungen zählen "Tagesspiegel", "Saarbrücker Zeitung", "Südkurier", "Mainpost", "Lausitzer Rundschau" und "Zeit".

Unter den Buchverlagen sind S. Fischer, Rowohlt , Kiepenheuer & Witsch, Henry Holt, und Farrar, Straus & Giroux bekannte Marken. Im Bereich Bildung und Wissenschaft wiederum fallen Scientific American, die "Nature"-Grupppe sowie der Verlag Macmillan auf.

Elektronische Beteiligungen

Macmillan India war schon an der Börse gelistet, bevor Holtzbrinck das Unternehmen kaufte. Und unter den elektronischen Beteiligungen finden sich Booxtra, buecher.de, parship und StudiVZ.

Eigene Börsengänge kommen für Stefan von Holtzbrinck nicht in Frage - er wolle sich die volle unternehmerische Freiheit erhalten, sagt der im badischen Ettlingen bei Kralsruhe aufgewachsene Firmenchef.

Nach dem Ausstieg seines Bruders Dieter von Holtzbrinck Mitte des vorigen Jahres hat er die gesellschaftsrechtlichen Fragen in einem neuen, lange laufenden Konsortialvertrag mit seiner Schwester Monika geregelt. Beide halten nun jeweils 50 Prozent an der Verlagsgruppe.

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(sueddeutsche.de)