Die Affäre um eine mögliche Steuerhinterziehung des früheren Deutsche-Post-Chefs Klaus Zumwinkel geht weiter - nun soll gegen dessen Bruder Hartwig ein Haftbefehl erlassen worden sein.

Die Staatsanwaltschaft Bochum suche den 73-Jährigen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung, berichtete das Internetportal Bild.de am Dienstag. Hartwig Zumwinkel halte sich derzeit offenbar nicht in Deutschland auf, hieß es dort weiter. Nach Angaben seiner Haushälterin hielt er sich am Dienstag jedenfalls nicht in seinem niederrheinischen Wohnort Winnekendonk auf.

Hartwig Zumwinkel, der Bruder des ehemaligen Postchefs. (© Foto: o.H.)

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Den Bericht, wonach gegen den Bruder des ehemaligen Postchefs Haftbefehl erlassen wurde, kommentierte die Staatsanwaltschaft nicht.

Ein Haftrichter hatte auf Antrag der Bochumer Staatsanwaltschaft auch gegen Klaus Zumwinkel einen Haftbefehl erlassen, diesen aber außer Vollzug gesetzt, da der ehemalige Spitzenmanager mit den Ermittlern kooperiert habe.

Mit weiteren Razzien haben Ermittler am Dienstag die Jagd nach Steuersündern mit Geld in Liechtenstein fortgesetzt. Auch für die kommenden Tagen kündigten die Fahnder Durchsuchungen an. Orte und Namen nannte die federführende Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftssachen in Bochum nicht.

Frühestens Ende der Woche soll es einen Zwischenbericht über den Stand der Ermittlungen geben, sagte Oberstaatsanwalt Bernd Bienioßek.

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(sueddeutsche.de/dpa/AFP/sma/mah)