Steuerschätzung 38 Milliarden Euro mehr für Schäuble

Die Arbeitslosigkeit ist niedrig, die Wirtschaft brummt: Finanzminister Schäuble darf bis 2019 Schätzungen zufolge mit 38 Milliarden Euro mehr aus Steuereinnahmen rechnen.

Bund, Länder und Kommunen können dank der guten Konjunktur und Beschäftigungslage bis zum Jahr 2019 auf 38,3 Milliarden Euro mehr Steuereinnahmen hoffen als bisher geplant. Das teilte das Bundesfinanzministerium am Donnerstag in Berlin nach Abschluss der Beratungen der Steuerschätzer mit.

Allein in diesem Jahr kann der Fiskus mit einem Zusatzplus im Vergleich zur Steuerschätzung vom November von 6,3 Milliarden Euro rechnen. Der Trend setzt sich auch in den Folgejahren fort. Unterm Strich steigen die Steuereinnahmen des Staates noch stärker. Denn bei dem jetzt zu ermittelnden Zusatz-Plus handelt es sich nur um die Korrektur der vorangegangenen Schätzung. In diesem Jahr werden 666,5 Milliarden Euro erwartet. Bis zum Jahr 2019 könnte das Gesamtaufkommen dann auf 768,7 Milliarden Euro klettern.

Vor dem Flüchtlingsgipfel im Kanzleramt an diesem Freitag dürften die prognostizierten Mehreinnahmen von Ländern und Kommunen die Diskussion um zusätzliche Mittel des Bundes bei der Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern beeinflussen.