Auf Zumwinkels Spuren: Auch Altverleger Dieter Schütte (Kölner Stadtanzeiger) hatte seine Liechtensteiner Steuer-Affäre. Er zeigte sich selbst an.
Als am 14. Februar 2008 ein Trupp von Steuerbeamten und Staatsanwälten die Kölner Villa des damaligen Post-Chefs Klaus Zumwinkel durchstöberte, war das für die örtliche Regionalzeitung ein großes Thema. Der Kölner Stadtanzeiger ließ sich die Sache nicht entgehen. Die Affäre Zumwinkel berühre "die Grundlagen der deutschen Gesellschaft", schrieb das Blatt ein paar Tage später.
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Die "Liechtenstein-Affäre" des prominenten Steuersünders nahm seinen Lauf - Manager Zumwinkel hatte Vermögen über eine Stiftung im Fürstentum vor dem Zugriff des deutschen Fiskus gesichert. Sein Name stand auf einer CD, die der Liechtensteiner Bank LGT entwendet worden war.
Einer hat die Presseberichte rund um Schwarzgeld und Steuervergehen vermutlich mit besonderem Interesse gelesen - Dieter Schütte, 85, jahrzehntelanger Mitverleger des Kölner Stadtanzeigers. Auf der ominösen CD des Geldhauses aus Vaduz fand sich auch sein Name.
"Unternehmer mit feiner Nase"
Brisant für den einstigen unternehmerischen Kopf des Kölner Verlags, der im Jahr 1998, zum 75. Geburtstag, vom eigenen Blatt als "Unternehmer mit feiner Nase" gepriesen worden war. Schütte ist ausgebildeter Parfumeur; Vater und Großvater waren Generaldirektoren des Kölnisch-Wasser-Herstellers 4711. Im Jahr 1960 trat er in den Verlag ein, die Verlegertochter hatte er 1950 geheiratet.
Jetzt informierte Bild aus dem Hause Axel Springer über die heikle Steuersache. Danach habe Schütte nach der Zumwinkel-Razzia im Frühjahr 2008 Selbstanzeige erstattet, die Staatsanwaltschaft Bochum leitete ein Ermittlungsverfahren ein. Der Senior hatte wohl zunächst mit Ehefrau Ute in Liechtenstein die Steuerspar-Stiftung Furtschellas gegründet - mit 2,8 Millionen Euro Vermögen (Ende 2001) und der Bank Vontobel als Treuhänder. 2003 ging Furtschellas auf die Stiftungen Goretto und Lerina über.
Inzwischen ist Altverleger Schütte, der 2002 die Verlagsanteile seinem Sohn Christian DuMont-Schütte übertrug, das Steuerproblem los. Gegen Geldbuße und Steuernachzahlungen wurde das Ermittlungsverfahren eingestellt. Gegenüber Bild hatte sich der Zeitungsmann nicht äußern wollen. Dafür erklärte sich sein Sohn, der Mitgeschäftsführer ist: "Sollte der angebliche Sachverhalt, den ich mangels Wissen nicht bestätigen kann, zutreffen, distanziert sich der Verlag M. DuMont Schauberg davon."
(sueddeutsche.de/mel)
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Da hätte sich der Alte im Grab umgedreht. Deutschland leidet unter 60 Jahren CDU Klüngel und Sozialismuspanik. Wir liegen in den letzten Zügen. It`s crunchtime.
Ja, das ist die Liechtensteiner Polka, mein Schatz,
Polka, mein Schatz ,Polka, mein Schatz,
Ja, ja, da bleibt kein Verleger auf seinem Platz,
auf seinem Platz, mein Schatz.
Man kann beim Schütten, Schütten, Schütten
sich in seine Konten sehn,
Man muß Geld lieben, lieben, lieben,
und die Steuer ist nicht schön.
O ja, so eine Liechtensteiner Polka, die hat's,
die macht Rabatz, mein Schatz.
Der alte Herr von Liechtenstein, ja, ja, ja,
der konnte nicht alleine sein, nein, nein, nein,
er schickte seine Boten aus, ja, ja, ja,
schaut mir nach Millionären aus und schickt sie mir ins Haus.