Die Telekom hat auch Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat bespitzelt. Jetzt gab es eine erste Entschuldigung von Telekom-Chef Obermann.
DGB-Chef Michael Sommer hat nach eigener Darstellung noch keinen Überblick über das Ausmaß der von der Telekom über ihn illegal gesammelten Verbindungsdaten.
DGB-Chef Michael Sommer: "Damit ist der eine Teil erledigt" (© Foto: dpa)
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Die Staatsanwaltschaft habe ihn bislang nicht informiert, um was es genau gehe, sagte Sommer am Mittwoch im Deutschlandfunk. Auch Telekom-Chef Rene Obermann, der ihn über den Datenmissbrauch informierte, habe nichts Genaues dazu sagen können.
"Damit ist der eine Teil erledigt"
Obermann habe weder den Umfang noch den Zeitraum benennen können. Auch habe Obermann ihm nicht sagen können, ob er Quell- oder Zielperson gewesen sei, sagte Sommer.
Der Telekom-Chef habe sich am Dienstag in einem zweiten Telefonat bei ihm für die Vorgänge entschuldigt. "Damit ist der eine Teil erledigt", sagte der DGB-Chef. Der Fakt der Speicherung von Verbindungsdaten bleibe und müsse juristisch aufgeklärt werden.
Am Dienstag hatte die Deutsche Telekom eingeräumt, dass von der Spitzelaffäre auch mehrere Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat des Konzerns betroffen sind, darunter Sommer und Verdi-Bundesvorstand Lothar Schröder.
Die Aufsichtsräte seien wohl aber nicht systematisch ausspioniert worden: "Der Staatsanwaltschaft liegen offenbar derzeit keine Erkenntnisse vor, dass diese Aufsichtsratsmitglieder Ziele eines gezielten Ausspähungsangriffs waren", sagte ein Telekom-Sprecher. Die Bonner Staatsanwaltschaft wollte sich bislang zu Details ihrer Ermittlungen nicht äußern.
Ein Unternehmen dürfe nicht das Recht in die eigene Hand nehmen und andere überprüfen lassen, wenn es Gesetzesverstöße vermute. Niemand dürfe sich in Deutschland über das Gesetz stellen. "Das gilt auch für die Deutsche Telekom", sagte Sommer.
Der Bonner Konzern hatte eingeräumt, dass es 2005 und möglicherweise auch 2006 zu Fällen missbräuchlicher Nutzung von Verbindungsdaten gekommen war.
Ziel soll es gewesen sein, Kontakte zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und Journalisten auszuspähen, um so die Veröffentlichung vertraulicher Informationen in den Medien zu unterbinden. Die Telekom selbst hatte Mitte Mai Anzeige erstattet, um das Ausmaß des Missbrauchs von Verbindungsdaten und den oder die Auftraggeber herauszufinden.
Die Staatsanwaltschaft Bonn ermittelt im Kern gegen acht Beschuldigte. Darunter sind der ehemalige Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke, der einstige Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel und der Chef einer Berliner Sicherheitsfirma, die die Daten ausgewertet haben soll. Es geht unter anderem um mögliche Verstöße gegen das Fernmeldegeheimnis und den Datenschutz.
(sueddeutsche.de/Reuters/hgn/jkr)
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Nach Ihrem treffenden Kommentar ist klar, warum Sommer zu keinen drastischeren Mitteln greifen will, als zu einer "Entschuldigung!"
Hier könnte man auch sagen: Wieder mal ein "in die Tasche gesteckter" Gewerkschaftler!
Schlimm - Jetzt wird mir klar, warum Sommer damals bei der Sonder BDK der Grünen in Cottbus so schüchtern und duckmäuserisch auf seinem Stuhl saß und sagte, er möchte sich nicht in eine öffentliche Diskussion bei den Grünen einmischen (dies waren wichtige soziale Themen und die Mehrheit der Basis-Grünen waren gegen Hartz IV und Agenda 2010 - was das Parteipräsidium geschickt vom Podium aus bekämpft und entgegengesteuert hat). Ich hatte den Eindruck, dass ihm das Rückgrat fehlte!
Schlimm - und so was ist DGB-Chef!
Herr Sommer als Möchtegern-DGB-Boß hat jahrelang bei der Post geschwiegen, als von Mitarbeitern intern schwarze Akten angelegt worden sind und sie am Arbeitsplatz ausgeschnüffelt und gemobbt worden sind. Es dürfte ja bekannt sein, dass Sommer aus der legendären Postgewerkschaft kommt, die massiv Exstasileuten einen Unterschlupf angeboten hat. Und wenn der BigBoß Sommer wissen will, wer ihn beschnüffelt hat, dann einfach mal bei ver.di anfragen, die kennen doch die Leute aus Mahlsdorf, Stahnsdorf, Kleinmachnow, Henningsdorf, Potsdam und und wie lang soll die Liste bitte werden?
Und an Sommer gerichtet: Wer anderen eine Grube gräbt fällt selbst hinein, das merke DIR.
Übrigens, Sommer ist dafür bekannt, dass er zu Merkel einen sehr, sehr gutes Verhältnis hat, und bei der Vergangenheit von Angie darf man sich dann nicht wundern, oder?
Es reicht - diese Bespitzelung hat System und Methode!
Ich sehe hier einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Siemens und der Telekom, zumal das Management engstens zusammengearbeitet hat!
In ganz Deutschland werden inzwischen Arbeitnehmer und deren Vertreter systematisch bespitzelt!
Rechtsbruch - und keiner unternimmt etwas dagegen! Im Gegenteil, die Regierung macht es vor! Im bilateralen Abkommen, unterschrieben von Schäuble und Zypries werden die Gewerkschafterdaten an den CIA weitergereicht!
Aber Hallo!
http://www.schattenblick.de/infopool/parl/gruen/pgin1834.htm...
Dieses System der Bespitzelung von Betriebsräten und Journalisten sowie die systematische Überwachung von Gewerkschaftern ist doch gewollt!
Hier müssen drastische Strafen für die Auftraggeber und Auftragausführenden her!
Solche Straftaten müssen mit Gefängnis bestraft werden!
Schäuble ist meiner Meinung nach nicht viel besser, wenn er Gewerkschafterdaten an den US-Geheimdienst liefert.
Was der US-Geheimdienst mit solchen Daten macht?
Youtube: Die Geschichte der CIA
Alle 18 Folgen ansehen !
In Bayern wird zur Zeit die Opposition mit Hausdurchsuchungen terrorisiert!
Clevere Jungs, die die systematische Bespitzelung erkannt haben, sollen offensichtlich mundtod gemacht werden.
Diese Jungs sehen hier einen unmittelbaren Zusammenhang!
http://www.piratenpartei.de/