Einst jagten sie Verfassungsfeinde und Kriminelle, dann interne Informanten der Presse - auch gegen zwei frühere Beamte wird in der Spähaffäre der Telekom ermittelt. Die Fahnder interessieren sich auch für eine Rechnung aus Obermanns Büro.
Mit 30 Fahndern wartete die Staatsanwaltschaft auf, als sie jetzt die Zentrale der Deutschen Telekom in Bonn durchsuchte. Es geht um den Verdacht, dass die frühere Konzernspitze illegale Spitzelaktionen angeordnet hat. So sind unter den acht Beschuldigten auch der einstige Vorstandschef Kai-Uwe Ricke sowie der langjährige Aufsichtsrats-Vorsitzende Klaus Zumwinkel. Auch gegen fünf Sicherheitsleute der Telekom wird ermittelt.
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In diesem Trupp fallen zwei Personen auf, die ihr Handwerk bei staatlichen Sicherheitsspezialisten gelernt haben. Das ist zum einen der frühere Sicherheitschef der Telekom, der ein Vorleben als Beamter des Bundeskriminalamts hatte. In dieser Funktion war er Firmen aufgefallen. Er soll dann über Stationen bei der Deutschen Bank und SAP zur Telekom gestossen sein. Im Bonner Konzern störten sich Vorstand und vor allem Chef-Kontrolleur Zumwinkel an den fortgesetzten Indiskretionen. Immer wieder landeten Interna in der Presse.
Ein zweiter Ex-Beamter half, so jedenfalls der Verdacht der Ermittler, die Kontakte von Konzernmitarbeitern - namentlich von Arbeitnehmervertretern - zu Journalisten aufzudecken. Es geht um den Chef der Forensik, der früher im Staatsdienst beim Bundesamt für den Verfassungsschutz sein Geld verdiente.
Dass Leute, die einst im Auftrag des Staates Verfassungsfeinde oder Kriminelle jagten, nun missliebige Veröffentlichungen eines Konzerns verhindern sollten, der noch immer zu einem guten Teil im Besitz des Bundes liegt, das entbehrt nicht einer gewissen Pikanterie.
Die Ermittler interessierten sich bei ihrer Razzia auch für eine Rechnung über 359.000 Euo, die Ende November 2006 über die Kostenstelle des Vorstandsvorsitzenden der Telekom beglichen wurde. Sie stammte mit Datum vom 23. November 2006 von der Berliner Daternauswertungsfirma Network.Deutschland - und wurde innerhalb weniger Tage bezahlt.
Zu diesem Zeitpunkt war nicht mehr Ricke, sondern Rene Obermann im Amt, wenn auch nur wenige Tage. Obermann, dessen Büro am Donnerstag ebenfalls durchsucht wurde, sagte der Süddeutschen Zeitung, er habe diese Rechung vorher nicht gekannt und habe damals von dem Vorgang auch nichts erfahren. "Ich hatte in jenen Tagen einen überbordenden Terminkalender."
Die Telekom teilte ergänzend mit: "Rechnungsbeträge in der in Rede stehenden Höhe erfordern weder eine Mitzeichnung noch inhaltliche Kenntnisnahme von Vorständen. Der normale Regelprozess sieht die Zeichnung durch berechtigte Mitarbeiter vor." Obermann sagte, erst im August 2007 sei ihm der Vorgang "zur Kenntnis gekommen".
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- Deutsche Telekom Lizenz zum Ausspähen 29.05.2008
- Deutsche Telekom Ende eines gemeinsamen Weges 29.05.2008
Berliner Zeitung
Wenn "die" schon ihre eigene "Kaste" ohne Unrechtsbewusstsein so ausspionieren, wie wird das bei uns sein.
Bei dem einfachen Menschen werden überhaupt keine Hürden sein, da wird sicher abgehört das die Leitungen glühen.
Tja der Spiegelbericht von gestern war gut, der besagte, die Toechterfirmen der Telekom haben sich selber in der Vergangenheit so bekriegt, das es sehr leicht war, an Informationen zu kommen. Es gab also nicht wie von den Ex-Vorstaenden vermutet eine undichte Stelle, sondern einen sehr loecherigen Kaese. Erschreckend finde ich dann, das das nicht vom Ex-Vorstand erkannt wurde.
Max doch nix. Merkt doch keiner (fast).
Die Pseudosozialisten zitieren auch immer die Erhardt'sche Erfindung ohne je auch nur einen Gedanken an die Intentionen dieses "Verfassers" verschwendet zu haben.
Das liegt sozusagen in der Natur. Vielleicht genetisch vorgeprägt? Wie auch immer..
Bei der Telekom gibt es wie bei jedem größeren Betrieb betriebliche Datenschutzbeauftragte und Datenschutzverantwortliche. Hat die mal jemand interviewt. Haben die geschlafen seit 2000 ?
http://de.wikipedia.org/wiki/Multilaterales_Abkommen_%C3%BCber_Investitionen
Die Kernpunkte des MAI sind im Lissabonner Vertrag festgesetzt!
Bitte die Kernpunkte durchlesen - hier steht auch:
..# Staatshaftung: Nationalenstaaten haften für alle Vermögensschäden der Investoren, die aufgrund von Protesten und Unruhen entstehen. Schadensersatzpflicht besteht ferner für Mindererlöse durch nationale Gesetze oder Verordnungen, wenn in einem anderen Mitgliedsland des MAI diese Gesetze nicht bestehen.
# Konfliktlösungsmechanismus: In Konfliktfällen entscheidet ein autarkes Entscheidungsgremium. Entscheidungen müssen nicht begründet werden, die Nationalstaaten haben kein Recht auf Akteneinsicht.
Diese neue Regelung wird europaweit eingeführt!
Polen hat damals als eines der wenigen Länder Europas erkannt, dass wirtschaftliche Interessen vor die Interessen und Rechte der Bürger gestellt werden.
Damit können Unternehmen, da der Gewinn eines Unternehmens also oberstes Gesetz gilt, machen was sie wollen!
Hallo - aufwachen!!!!
Gauweiler klagt nicht umsonst in Karlsruhe! Er hat das erkannt!
http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/846/176315/
Paging