Steinmeier trimmt die SPD auf mehr Öko-Arbeitsplätze. Doch wer grüne Technologie will, muss auf schwarze verzichten - und provoziert Widerstand. Ob er ihn aushält?
Der österreichische Ökonom Joseph Schumpeter hat die wirtschaftliche Entwicklung einmal als Prozess der "schöpferischen Zerstörung" beschrieben. Es ist mittlerweile ein geflügeltes Wort, weil es ökonomische Umbrüche in ihrer ganzen Tragweite beschreibt, als Werden und Vergehen zur gleichen Zeit.
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Wahlkämpfer Steinmeier: Kann er den Betriebsräten die Stirn bieten, die vor dem Willy-Brandt-Haus für ihre Industrie demonstrieren? (© Foto: dpa)
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Die schöpferische Zerstörung ist in vollem Gange, jetzt, in diesem Land. Sie findet statt in kleinen Ingenieurbüros, in Großkonzernen, in Hinterhöfen - eben überall da, wo Unternehmer über die Produkte der Zukunft nachdenken. Selten in der Geschichte der Weltwirtschaft hatten sie so klar vor Augen, worin die Herausforderungen der Zukunft liegen: Im Kampf einer wachsenden Weltbevölkerung um begrenzte Ressourcen, seien es Rohstoffe, Wasservorräte oder brauchbare Böden. Im Konflikt zwischen den aufstrebenden Ökonomien Asiens einerseits und zunehmenden Lasten für das Weltklima andererseits. Und im Kerndilemma einer Wirtschaft, die nahezu vollständig auf die Verbrennung von Öl baut, aber das Ende dieses Weges schon absehen kann. Die technologischen Antworten auf diese Probleme bergen die Märkte und Jobs von morgen.
Vom Faxgerät bis zum Großcomputer
Gemessen an der jüngeren Vergangenheit war die deutsche Wirtschaft selten Gewinner solcher schöpferischer Zerstörung. Geschöpft haben deutsche Forscher so manches, vom Faxgerät bis zum Großcomputer. Zur Reife aber gelangte es anderswo; und zerstört wurden oft die Arbeitsplätze daheim. Diesmal jedoch könnte das anders sein.
In fast allen Bereichen umweltfreundlicher Technologien sind deutsche Firmen derzeit führend: Sie bauen Anlagen zur Wasseraufbereitung, senken die Herstellungskosten ihrer Solarmodule, verstehen eine Menge vom Energiesparen. Es ist folgerichtig, wenn Frank-Walter Steinmeier seine SPD auf die Schaffung grüner Arbeitsplätze trimmt. Erstens sind neue Jobs immer gut. Und zweitens erst recht, wenn sie der Umwelt dienen.
Verzicht auf schwarze Technologien
Allerdings ist das nur die eine Seite der Medaille, weil eben zur "Schöpfung" auch die "Zerstörung" gehört. Und bei der Zerstörung alter Strukturen haben Sozialdemokraten noch nie gern tatenlos zugesehen; auch deshalb kämpften sie um die Steinkohle im Revier und für die Rettung von Opel. Aber beides, Alt und Neu nebeneinander, wird es nicht dauerhaft geben. Wer grüne Technologien will, muss auf schwarze verzichten. Der muss hinnehmen, dass in diesem Land irgendwann keine Kohle mehr gefördert wird, auch keine Braunkohle. Der muss Arbeitern auch einmal erklären, dass ihr Autowerk am Ende ist, weil es viel zu lang nur Verbrennungsmotoren gefertigt hat.
Darüber redet keiner gern, denn es provoziert Widerstand. Ob Steinmeier ihn aushält? Wird er den Betriebsräten die Stirn bieten, die vor dem Willy-Brandt-Haus für ihre Industrie demonstrieren? Autokonzernen, die eine letzte Chance verlangen? Wenn ja, dann hat er wirklich einen Plan für Deutschland. Und modernisiert nebenbei die eigene Partei.
Wie viel ist uns die Umwelt wirklich wert? Eine Suche nach dem Preis der Natur. Jetzt lesen ...
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(SZ vom 5.8.2009/bön)
Griechenland in der Schuldenkrise
Nicht alles was grün ist, hat was mit Hoffnung zu tun. Schon gar nicht mehr die Politik.
Die grüne Idee war nur der Köder zur Mitgliedergewinnung, weil ja sonst die gierigen Heuschrecken die Erde betoniert hätten. Die Gründung und alles was danach kam ist Abzocke des sogenannten kleinen Mannes. Das Steinmeier aus Mangel an eigenen Lösungen auf diese Themen setzt, ist mehr als dürftig. Die Zukunft insgesamt sieht trübe aus, geschmeichelt gesagt, da weltweit ein ganz anderes Gesetz herrscht und um das aufzulösen, ist der Mensch einfach zu blöd.
Planwirtschaft? Können Sie die erklären, wenn sie doch so genau wissen dass der ambitionierte Deutschland-Plan Steinmeiers angeblich Planwirtschaft beinhaltet? Oder haben sie nur gedacht. Deutschland-Plan ...geht um Wirtschaft.... also Planwirtschaft. Ganz so einfach ist es nun mal nicht. Zeigen sie mir mal einen Konzern der keinen Plan hat... Planwirtschaft ist überall. Auch und vor allem da, wo sie sie nicht vermuten.
Die einzigen, die staunen und vor Neid erblassen sitzen in der Linkspartei. Soviel Planwirtschaft hätten sie sich wohl selbst nicht getraut.......
Angela, unsere Umwelt-Ex sollte vor Neid erblassen, wenn sie von den Plänen der SPD erfährt. Unsere "My Fairlady", die alles für möglich hält, aber nix tut, ist noch lange nicht am Ziel.
von Frau Hirnmüller?
Paging