Soziales Netzwerk Linkedin schockiert die Anleger

  • Die Aktien von Linkedin brechen an der Börse um knapp 30 Prozent ein.
  • Vor allem die Prognosen des Unternehmens für das laufende Jahr irrtieren die Anleger.

Als in der vergangenen Woche Facebook seine Zahlen präsentierte, kannte die Begeisterung der Anleger kaum Grenzen. Um mehr als 20 Prozent schossen in den Tagen danach die Aktien des Konzerns nach oben. Ganz anders nun Linkedin, das sich als Berufs- und Karrierenetzwerk versteht. Unmittelbar nach Veröffentlichung der Zahlen am Donnerstagabend brachen die Papiere zeitweise um 26 Prozent im nachbörslichen US-Geschäft ein. An der Frankfurter Börse sackten sie gar um knapp 30 Prozent ab.

Während also Facebook Zuversicht schürte, dass es an seinen 1,6 Milliarden Nutzern auch weiterhin gut verdienen könnte, verstörte der Ausblick von Linkedin die Anleger. Für das erste Jahresviertel erwartet Linkedin Einnahmen in Höhe von 820 Millionen Dollar und 3,60 bis 3,65 Milliarden Dollar für das ganze Jahr 2016. Aus Sicht der Experten ist das zu wenig. Sie hatten mit Einnahmen von 867 Millionen Dollar im ersten Quartel gerechnet - und knapp vier Milliarden Dollar für das ganze Jahr. Linkedin hat nach eigenen Angaben über 400 Millionen Nutzer weltweit.

Der Markt strafe gerade derzeit alle ab, die die hohen Erwartungen nicht halten könnten, kommentierte ein Analyst, der gleichwohl die Linkedin-Zahlen für das vierte Quartal solide nannte. Da hatte das Unternehmen einen Verlust von gut acht Millionen Dollar gemacht. Er fiel damit geringer aus als befürchtet.

Womöglich hat das Unternehmen vor allem ein Kommunikationsproblem: Ein Marktanalyst sagte, dass Linkedin mit seinen Prognosen öfters die Anleger enttäusche. Später aber toppe das Unternehmen die dann reduzierten Erwartungen.

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