Sojaanbau in ArgentinienKranker Gewinn

Sie kommen mit körperlichen Defekten zur Welt oder erkranken überdurchschnittlich oft an Krebs: In Argentinien leiden Menschen unter dem massiven und illegalen Einsatz von Pestiziden. Das Gift trägt wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg des Landes durch Soja-Produktion bei.

Sie kommen mit körperlichen Defekten zur Welt oder erkranken überdurchschnittlich oft an Krebs: In Argentinien leiden Menschen unter dem massiven und illegalen Einsatz von Pestiziden. Das Gift trägt wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg des Landes durch Soja-Produktion bei.

Mithilfe moderner Biotechnologie ist Argentinien zum weltweit drittgrößten Soja-Hersteller aufgestiegen. Der massive Einsatz chemischer Mittel hat an diesem Erfolg großen Anteil. Doch die giftigen Stoffe werden teilweise direkt neben Wohnhäusern und Schulen ausgebracht und kontaminieren das Trinkwasser. Wissenschaftler und Ärzte warnen vor der unkontrollierten Nutzung der Chemikalien: Sie glauben, dass aus diesem Grund immer mehr Menschen in Argentinien erkranken.

Das Bild zeigt Schüler im Mai 2013 in Pozo del Toba in der Provinz Santiago del Estero auf dem Weg zu ihrer Schule, der an - ebenfalls stark belasteten - Maisfeldern vorbeiführt.

Bild: AP 24. Oktober 2013, 09:192013-10-24 09:19:19 © Süddeutsche.de/sana/hgn/leja