Smartphone-Markt Samsung gerät durch Apple unter Druck

  • Samsung muss erhebliche Rückschläge bei seinem Mobil-Geschäft hinnehmen. Der Gewinn bricht im abgelaufenen Quartal um 64 Prozent ein.
  • Der Konkurrent Apple verkauft im gleichen Zeitraum dagegen so viele Smartphones wie noch nie und erzielt gleichzeitig den höchsten Quartalsgewinn, den je ein Unternehmen gemacht hat.

Samsung verkauft weniger Smartphones

Der Gewinn von Samsung ist im Mobilgeschäft im abgelaufenen Quartal um 64 Prozent auf umgerechnet 1,6 Milliarden Euro eingebrochen. Der Konzern habe weniger Smartphones und Tablets verkauft, hieß es von Samsung. Genaue Zahlen nannte das Unternehmen nicht.

Apple dagegen nannte gerne konkrete Zahlen für den gleichen Zeitraum - denn der US-Konzern hat einen Rekordabsatz von 74,5 Millionen iPhones verzeichnet. Vor einem Jahr waren es noch 51 Millionen.

Einen Absatz in diesen Größenordnungen hatte bisher nur Samsung geschafft. Allerdings verkaufen die Südkoreaner viele günstige Modelle, während Apple für das neue iPhone 6 Plus durchschnittlich 687 Dollar verlangt - die Produktionskosten liegen hier zwar nur um etwa 15 Dollar höher als beim Standardmodell, der Verkaufspreis liegt dagegen um mindestens 100 Dollar weiter oben.

Das Smartphone ist das wichtigste Apple-Produkt und machte zuletzt fast 70 Prozent des Geschäfts aus. Analysten gehen deshalb davon aus, dass Apple Samsung mittlerweile eingeholt hat. Der amerikanische Konzern war zuletzt vor drei Jahren verkaufsstärkster Smartphone-Produzent.

Apple erzielt Weltrekord-Gewinn

18 Milliarden Dollar Gewinn in nur drei Monaten: Apple legt die besten Quartalszahlen vor, die je ein Unternehmen veröffentlicht hat. Der Konzern konnte 74 Millionen iPhones verkaufen - und das noch profitabler als sonst. Von Johannes Kuhn mehr ... Analyse

Skepsis darüber, was kommt

Das Management von Samsung gibt für das laufende Jahr dagegen einen skeptischen Ausblick: "Die Unsicherheit über die globalen Geschäftsbedingungen wird 2015 wahrscheinlich weiter zunehmen wegen der wirtschaftlichen Abschwächung in der Euro-Zone und Finanzrisiken in Schwellenländern."

Für das vergangene Jahr legte der südkoreanische Konzern zudem endgültige Zahlen vor. Demnach rutschte der Konzerngewinn auf umgerechnet 20,3 Milliarden Euro ab von einem Rekordwert von 29,9 Milliarden Euro im Jahr 2013.