Siemens Unruhestand

Ein Siemens-Mitarbeiter im Berliner Gasturbinenwerk bei der Montage eines Schaufelrads.

(Foto: Rainer Jensen/dpa)

Drei Aufsichtsräte des Münchner Konzerns sollen vorzeitig wiedergewählt werden. Das ist umstritten, Belegschaftsaktionäre lehnen einen solchen Schritt ab.

Von Christoph Giesen

Es ist ein ungewöhnlicher Antrag, den Siemens kurz vor Weihnachten verbreitete, und der jetzt für Diskussionen sorgt. Statt 2018, wie turnusgemäß vorgesehen, sollen bei der diesjährigen Hauptversammlung Ende Januar drei Aufsichtsratsmitglieder vorzeitig wiedergewählt werden. Der offizielle Grund: So solle sichergestellt werden, dass drei erfahrene Aufsichtsräte die Strategie "Vision 2020" von Konzernchef Joe Kaeser mittragen und über das Jahr 2020 dem Gremium angehören.

Zur Wiederwahl stehen die Chefin des Maschinenbauers Trumpf, Nicola Leibinger-Kammüller, sie sitzt seit Januar 2008 im Siemens-Aufsichtsrat. Der ...