Der Siemens-Konzern bereitet nach Informationen der Süddeutschen Zeitung die Ausgliederung und damit den Verkauf der Geschäftseinheit "Electronics Assembly Systems" vor.
Die Sparte mit weltweit etwa 2100 Mitarbeitern, in der Bestückungsautomaten für Elektronik-Komponenten und Leiterplatten hergestellt werden, soll bereits zum Ende des Geschäftsjahres Ende September von Siemens abgespalten werden und als eigenständige Einheit am Markt auftreten. "Wir haben im Zuge der Umstrukturierung sämtliche Geschäftseinheiten überprüft und festgestellt, dass diese Sparte nicht mehr zum Kerngeschäft gehört", bestätigte ein Siemens-Sprecher am Mittwochabend. Die Geschäftseinheit habe zuletzt einen Jahresumsatz "im mittleren dreistelligen Millionenbereich" gemacht. Zur Profitabilität von "Electronics Assembly Systems"wollte der Konzern keine Angaben machen. Das Geschäft sei jedoch " sehr Maschinenbau-lastig" und habe "nur wenige Berührungspunkte mit den Produkt- und Sytemgeschäften in der Siemens-Automatisierung", heißt es in München.
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Mitarbeiter schockiert
Siemens prüft nun, die Sparte nach der Ausgliederung zu verkaufen oder mit einem Partner zusammenzulegen. Mitarbeiter der Geschäftseinheit waren schockiert, als sie am Mittwochmorgen überraschend zu einer Betriebsversammlung in München gerufen wurden. "Es wurde uns deutlich gesagt, dass wir ausgegliedert werden sollen und dass es das Wunschziel des Konzerns sei, uns zu verkaufen", berichtet ein Mitarbeiter. Etwa die Hälfte der betroffenen Mitarbeiter sind am Standort München tätig, weitere große Produktionsanlagen unterhält der Konzern unter anderem in Bruchsal und Singapur. Laut Siemens stehen nun zunächst Gespräche mit den Betriebsräten auf der Agenda.
Das Geschäft wird bereits seit dem vergangenen Herbst umstrukturiert. Geplant ist unter anderem, bis zum Ende des Siemens-Geschäftsjahres Ende September etwa 150 Stellen abzubauen, um so das schwache Geschäft auf den asiatischen Märkten auszugleichen. In Europa laufe das Geschäft nach Angaben von Siemens dagegen gut.
(SZ vom 20.03.2008/mel)
Drogeriekette wird abgewickelt
mag sein dass die Mitarbeiter geschockt sind. Aber als profitables Unternehmen aus dem Siemens-Verbund auszuscheiden ist eine historische Chance.
Mir tun die ganzen Kaufleute, Sicherheitsbeauftragten, SOP-Pflegekräfte und Geschäftsführungs- sowie Vertriebsassistenzen leid, denn dieser Wasserkopf wird als erstes unter die Räder kommen. Mitarbeiter in F&E / Fertigung werden höchstens über sinkende Umlagen und wettbewerbsfähigere Preise was von der Abspaltung bemerken.
bei einem elektronikkonzern gehören werkzeugmaschinen für die produktion in der elektronik nicht mehr zum kerngeschäft???? telefone könne sie nicht, netzwerke und computer könne sie nicht, atomkraftwerke will hier keiner kaufen. i.a. macht man in deutschland mehr geschäft mit werkzeugmaschinen und produktionsanlagen als mit endprodukten. irgendwas ist mit siemens nicht mehr in ordnung, stück für stück manövrieren sie sich ins abseits und irgendwann auch in die bedeutungslosigkeit. der status als hoflieferant des staates steht auf dem spiel, nicht nur wg. der staatsanwaltschaft im haus.
...daß auch bei diesem Geschäft (Maschinenbau für die Elektronikfertigung) das Messer angesetzt wurde. In der Branche hat Siemens mit diesen Produkte durchaus eine gute Reputation - aber das Geschäft hängt ebenso an dem ewigen Auf und ab der Elektronik-/Halbleiterindustrie. DAs ist genau so wenig interessant wie EPCOS, Infineon, Quimonda, Handys, Unterhaltungselektronik, etc.
Siemens konzentriert sich zunehmend auf eines - die Investitionsgüterindustrie: mit Generalunternehmerprojekten in der Grundstoffindustrrie, Energieerzeugung und -verteilung, der Infratruktur und des Gesundheitswesen. Am besten auf Ebene von Staats- Landes- oder kommunalen Aufträgen, sowie Großunternehmerkunden.
Alles ander ist Schnick-Schnack und muß weg. Zum Wohle der Share- und Stakeholder. Hurra!!
MFG
G_Hammer
P.S.: Die Herren Löscher und Kaeser machen einen echt guten Schnitt mit privaten Aktienver- und -ankäufen...