Von Thomas Fromm

Der Siemens-Konzern bereitet nach Informationen der Süddeutschen Zeitung die Ausgliederung und damit den Verkauf der Geschäftseinheit "Electronics Assembly Systems" vor.

Die Sparte mit weltweit etwa 2100 Mitarbeitern, in der Bestückungsautomaten für Elektronik-Komponenten und Leiterplatten hergestellt werden, soll bereits zum Ende des Geschäftsjahres Ende September von Siemens abgespalten werden und als eigenständige Einheit am Markt auftreten. "Wir haben im Zuge der Umstrukturierung sämtliche Geschäftseinheiten überprüft und festgestellt, dass diese Sparte nicht mehr zum Kerngeschäft gehört", bestätigte ein Siemens-Sprecher am Mittwochabend. Die Geschäftseinheit habe zuletzt einen Jahresumsatz "im mittleren dreistelligen Millionenbereich" gemacht. Zur Profitabilität von "Electronics Assembly Systems"wollte der Konzern keine Angaben machen. Das Geschäft sei jedoch " sehr Maschinenbau-lastig" und habe "nur wenige Berührungspunkte mit den Produkt- und Sytemgeschäften in der Siemens-Automatisierung", heißt es in München.

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Mitarbeiter schockiert

Siemens prüft nun, die Sparte nach der Ausgliederung zu verkaufen oder mit einem Partner zusammenzulegen. Mitarbeiter der Geschäftseinheit waren schockiert, als sie am Mittwochmorgen überraschend zu einer Betriebsversammlung in München gerufen wurden. "Es wurde uns deutlich gesagt, dass wir ausgegliedert werden sollen und dass es das Wunschziel des Konzerns sei, uns zu verkaufen", berichtet ein Mitarbeiter. Etwa die Hälfte der betroffenen Mitarbeiter sind am Standort München tätig, weitere große Produktionsanlagen unterhält der Konzern unter anderem in Bruchsal und Singapur. Laut Siemens stehen nun zunächst Gespräche mit den Betriebsräten auf der Agenda.

Das Geschäft wird bereits seit dem vergangenen Herbst umstrukturiert. Geplant ist unter anderem, bis zum Ende des Siemens-Geschäftsjahres Ende September etwa 150 Stellen abzubauen, um so das schwache Geschäft auf den asiatischen Märkten auszugleichen. In Europa laufe das Geschäft nach Angaben von Siemens dagegen gut.

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(SZ vom 20.03.2008/mel)