Zwei Ex-Manager von Siemens haben im Schmiergeldprozess Fehlverhalten zugegeben - nun wartet wohl eine Bewährungsstrafe auf sie.
Die beiden ehemaligen Siemens-Manager, die sich seit Montag wegen dem Schmiergeld-Skandal vor dem Landgericht München verantworten müssen, kommen wahrscheinlich mit einer Bewährungs- und Geldstrafe davon.
Zwei ehemalige Manager von Siemens werden im Schmiergeldprozess wohl zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. (© Foto: ddp)
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Wie der Vorsitzende Richter Joachim Eckert sagte, hatten im Vorfeld Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidiger im Gegenzug für ein Geständnis eine Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung und eine Geldstrafe von 60.000 Euro ausgehandelt. Zudem stellte die 6. Strafkammer einen Strang des Verfahrens hinsichtlich eines Teils der Bestechungsvorwürfe gegen eine Auflage von 100.000 Euro ein.
Kutschenreuter räumte ein, die schwarzen Kassen und die Schmiergeldpraxis seiner Mitarbeiter gedeckt zu haben. Er übernehme dafür die Verantwortung, sagte er vor Gericht. Auch der mitangeklagte frühere Leiter des Rechnungswesens des Siemens-Telekommunikationsbereichs legte ein Geständnis ab und sieht dafür einer Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahren und einer Geldauflage von 40.000 Euro entgegen.
Bestechung in Russland und Nigeria
Die Staatsanwaltschaft legt Kutschenreuter zur Last, das System der schwarzen Kassen und die Bestechung von Amtsträgern und Geschäftsleuten in Russland und Nigeria geduldet zu haben. In dem westafrikanischen Staat sollen Regierungsmitglieder und Vermittler mit bis zu einer Million Euro geschmiert worden sein, um Siemens Telefonnetzaufträge zu verschaffen. Mehrere Kutschenreuter unterstellte Mitarbeiter, die das Schmiergeldsystem aufgebaut und verwaltet hatten, wurden deshalb bereits zu Bewährungsstrafen verurteilt.
Der ehemalige Bereichsvorstand, der heute in Dubai lebt, ist in der Korruptionsaffäre der bislang ranghöchste Siemens-Manager, der vor Gericht steht. Die Münchener Staatsanwaltschaft hat allerdings bereits gegen den früheren Konzernvorstand Thomas Ganswindt Anklage erhoben.
Für Siemens ist die größte Schmiergeldaffäre in der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte, bei der 1,3 Milliarden Euro in dunkle Kanäle geflossen waren, weitgehend abgehakt. Der Konzern zahlte für Strafen, Steuerrückstände und die interne Aufklärung rund 2,5 Milliarden Euro. Mit den meisten seinerzeit verantwortlichen Vorständen hat sich Siemens auf Schadenersatzzahlungen geeinigt.
(sueddeutsche.de/Reuters/tob/hgn)
Wie will man in Ländern wie Nigeria oder Russland etc. Aufträge an Land ziehen wenn man keine "fianziellen Zuwendungen" fließen lässt? Man hätte keine Chance.
http://www.marasi.ae/
Rubrik: Manager
Und wer ist im Advisory Board?
Kann sich aus der Siemens-Hofmannstraße noch jemand an die Auslagerung der Kabelentwicklung und -Produktion erinnern - und die folgende Werks-schließung von Corning?
Auszug aus der Webseite von Marasi:
Sandy Lyons is the CEO of Alcatel/Draka and was the former CEO of Corning Cable Systems. Sandy initiated and executed many industry changing transactions such as the acquisition of Siemens NK (US$ 1.4 billion) where he also was leading the integration and post integration operation. He will advise Marasi specifically on strategy and operations.
Corning Cable Systems....
Und ratet mal wer der Partner von Marasi ist?
Michael Schuhmacher - der Rennfahrer. Ob der weiß, mit wem er Geschäfte macht? Ist das eventuell der Grund warum er wieder Autorennen "fahren muss"?
Wie laufen die Geschäfte in Dubai?
Stimmt - so ca. ungefähr war es.
Einen Tag vor seiner damaligen Verhaftung war er noch zusammen mit einigen Beratern auf der Cart-Bahn in München....
Diese Berater zerlegten jetzt den Restbereich!
Wenn sie es nicht getan hätten, hätte es ein anderer gemacht!
Leider hat der Vorgänger von Ganswindt - Lamprecht - das meiste Glück. Denn er hat vor Ganswindt die Sachen eingefädelt....und die sind alle verjährt.....leider!
Aber meiner Meinung nach haben alle - auch die ganz oben - davon gewußt!
Kollege Kutschenreuter hatte in seiner Position die Arschkarte bei Siemens gezogen. Zur falschen Zeit am falschen Platz.
Warum???
Siemens hatte weit vor der Zeit "Kutschereuter" für Korruptionszahlungen eigens Prozesse geschaffen mit extra Formularen. Die Entscheidungsträger unterschrieben aber nicht die Formulare (Zahlungsanweisungen), sondern man unterschrieb auf gelben aufgeklebten Haftzetteln.
Im Falle, dass man aufflog, konnten diese Zettel schnell wieder entfernt werden. Gute deutsche Gründlichkeit. Qualitätsmanagement vom feinsten. Viele leitende Angestellte arbeiteten in diesem Umfeld. Lange Jahre waren solche Zahlungen auch nicht ungesetzlich, dann war es plötzlich verboten.
Jetzt hätte K. als verantwortlicher Bereichsvorstand die Bremse ziehen müssen. Aber Umsatzeinbußen wollte der Zentralvorstand, allen voran unser Dr. h.c. Ganswindt und die Vertriebe, nicht hinnehmen.
Da fehlten K. die Kahn`schen Eier in der Hose. Nein, gegen den Zentralvorstand und die mächtigen Vertriebsfürsten wollte/traute sich K. nicht zu opponieren. Selbst als Bereichsvorstand war K. nur eine Marionette des Zentralvorstands.
An den Fäden zog Thomas Ganswindt. Er ist auch bald dran, hier ist jedoch eine höhere Strafe geboten. Schaun mer mal.
Wie viele bei Siemens, lies er es laufen. Augen zu und durch.
Ich behaupte, das wäre jedem anderen in dieser Position auch passiert.
Donnerstag gibt es die Quittung, 2 Jahre auf Bewährung und 160.000 Geldstrafe.
..sonst waeren sie geflogen, weil das Vertrauensverhaeltnis zerstoert waere. In diesem Fall hat die Firma weiter Vertrauen zu den Angestellten, ist doch schoen ;-}
Tausende anderer Siemens-Angestellte werden entlassen - wahrscheinlich haben die ehrlich gearbeitet.
Was bin ich froh, dass ich da weg bin!
Paging