Der Konzernumbau bei Siemens ist umfassender als bisher bekannt: Vorstandschef Löscher will mit einer neuen Geschäftsordnung für den Vorstand, die der Süddeutschen Zeitung vorliegt, deutlich mehr Macht an sich ziehen.
Vor allem bei wichtigen Personalien erhält der Österreicher mehr Kompetenzen. Demnach sichert sich Konzernchef Peter Löscher das Vorschlagsrecht für Ernennung und Abberufung von Finanzchefs der künftig drei großen Konzernsektoren sowie für alle wichtigen Führungspositionen auf Ebene der Divisionen und Business Units. Sogar die Ernennung und Abberufung von Chefs der Landes- und Regionalgesellschaften sowie die Chefs ihrer Rechtsabteilungen soll Löscher künftig entscheidend beeinflussen können.
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Da geht's lang: Siemens-Chef Peter Löscher gibt die neue Marschrichtung vor. (© Foto: ddp)
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Gleichzeitig sucht Siemens nach einem neuen Wirtschaftsprüfer. Die langjährige Siemens-Prüfgesellschaft KPMG soll zwar noch das laufende Geschäftsjahr attestieren, spätestens aber im Geschäftsjahr 2008/2009 könnte die Gesellschaft ihren Großauftrag bei Siemens verlieren. "Im Verlauf des laufenden Geschäftsjahrs ist eine Neuausschreibung für die Position des Abschlussprüfers und des Konzernabschlussprüfers (...) vorgesehen", heißt es dazu in der Einladung zur Siemens-Hauptversammlung am 24. Januar 2008. KMPG war im Zusammenhang mit der Korruptionsaffäre in die Kritik geraten.
"Im Zuge des Löscher-Konzepts 'Wir machen einen Neuanfang mit allem' ist es sicherlich richtig, einen neuen Wirtschaftsprüfer zu holen", meint Daniela Bergdolt von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Allerdings werde es "mit Sicherheit nicht einfach", nach "so langer Zeit" den Prüfer zu wechseln.
Kaum Chancen für KPMG
Wie es aus dem Aufsichtsrat heißt, würden die Prüfer nun auf mögliche Versäumnisse in der Korruptionsaffäre durchleuchtet. Zwar könne sich auch KPMG im Zuge der Neuausschreibung wieder bewerben. Aus Konzernkreisen hieß es allerdings zu Wochenbeginn, die Chancen auf einen Zuschlag stünden "nicht gut". Die Prüfer arbeiten seit Jahrzehnten für den Münchner Großkonzern. "Wir legen Wert auf die Feststellung, dass wir sämtliche Berichtspflichten im Rahmen der Jahresabschlussprüfung der Siemens AG jederzeit in vollem Umfang erfüllt haben", teilte KPMG auf Anfrage mit.
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... weil inzwischen Löschers Freunde, die jetzt in der Chefetage der Siemens AG implementiert wurden und früher bei PWC gearbeitet haben, PWC diesen lukrativen Auftrag zukommen lassen würden.
Mal sehen was passiert.
KPMG hat Siemens rechtzeitig gewarnt. Aber der Wittelsbacher Platz wollte diese Ratschläge nicht annehmen. Inzwischen wissen wir warum.
Jetzt KPMG den schwarzen Peter zuzuschieben und ihnen die Aufträge bei Siemens zu entziehen, ist unfair. Aber was ist schon fair.
... der gag geht vielleicht zu weit, aber sein vorvorgänger - pierer - stammt auch von dort...die folgen sind bekannt (handysparte ...)
Löscher (der österreicher aus dem Diesseits) löscht SIEMENS aus. Der alte Werner von SIEMENS (der im Jenseits) weiß jedoch, dass sich die Menschheit auslöscht und sieht alles in größeren Zusammenhängen.
Löscher Nomen est Omen. Schon einmal trauten Deutsche einem österreicher, ohne ihn geprüft zu haben, was er eigentlich ist in seinem Kern.
bei der schlimmsten Plünderung in der deutschen Industriegeschichte. Der einstmals größte Chemiekonzern der Welt wurde von den globalen Heuschrecken bis auf den letzten Grashalm weggefressen, s. Celanese und Schwartzman
und KPMG verkauft nichts als Papier ( mit Zahlen drauf)!