Ausgerechnet die Stelle eines Anti-Korruptions-Beauftragten wurde bei Siemens mit einem Manager besetzt, der früher für Schmiergeldzahlungen zuständig war.
Siemens gerät im Prozess um schwarze Kassen weiter unter Druck. Der frühere Anti-Korruptions-Beauftragte der Sparte Festnetze (ICN) räumte am Donnerstag vor dem Münchner Landgericht ein, selbst neue Verschleierungsmethoden für illegale Millionentransfers ausgelotet zu haben. In der Karibik und auf britischen Kanalinseln habe er bei einschlägigen Firmen und Kanzleien nach Wegen gesucht, Geld für illegale Zahlungen aus dem Konzern zu schleusen, sagte der Ex-Angestellte aus.
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Ausgerechnet die Stelle eines Anti-Korruptions-Beauftragten wurde bei Siemens mit einem Manager besetzt, der früher für Schmiergeldzahlungen zuständig war. (© Foto: Reuters)
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Anfang des Jahrzehnts hatte der Konzern ein Anti-Korruptions-System (Compliance) aufgelegt - offenbar mit bizarren Personalentscheidungen: Vom damaligen ICN-Chef sei er zum Compliance Officer des Bereichs ernannt worden, sagte der 64-Jährige. "Das Thema Korruption hatte ich ja schon vorher. Man dachte, das passt ganz gut."
Denn zuvor hatte er als Verantwortlicher Schmiergeld-Transfers angewiesen. Gefunden habe er als Compliance-Beauftragter natürlich nichts, denn er habe ja nicht gesucht. Als Ermittlern Geheimkonten in Österreich auffielen, weil über sie viel Geld an den nigerianischen Ex-Präsidenten Sani Abacha floss, habe er Alternativen gesucht.
Was wusste die Rechtsabteilung?
Von Schmiergeldzahlungen hätten bei Siemens "viele" gewusst, so der Zeuge. "Schließlich mussten die in die Projektkosten kalkuliert werden." Selbst die Rechtsabteilung habe von den Aktivitäten gewusst, sie aber nicht verhindert. Er habe den Justitiar der Konzernzentrale auf die Probleme um österreichische Konten aufmerksam gemacht. Der Justitiar habe zwar angeordnet, das Konto nicht mehr zu nutzen. Das generelle Einstellen von Korruptionszahlungen habe jedoch niemand gefordert.
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(SZ vom 30.05.2008/tob)
Putin und Hollande streiten um Intervention in Syrien
Die existierenden neoliberalen Strukturen in Wirtschaft und Politik werden Deutschland in das 4. Reich befördern, wenn die Bürger dieses Landes nicht den Artikel 20 (4) des Grundgesetzes anwenden. Alle Parteien des Parlaments haben solchen Dreck am Stecken, wie noch nie seit die Bundesrepublik existiert.
Selbst mit Neuwahlen ist nichts mehr zu erreichen. Denn nicht das Volk regiert, wie es das Grundgesetz festlegt, sondern die Wirtschaft diktiert die Politik oder besser gesagt, sie sitzen auf der Regierungsbank und im Parlament mit einer Zweidrittelmehrheit.
Zitat: "Ausgerechnet die Stelle eines Anti-Korruptions-Beauftragten wurde bei Siemens mit einem Manager besetzt, der früher für Schmiergeldzahlungen zuständig war."
Wer weiß denn besser, was im geheimen abläuft ? Richtig, der Mittäter.
Aber Jammern hilft nicht, nur Aufdecken.
Bei Siemens habe ich die Methode der drei Affen erlebt!
Nichts reden, nichts sehen, nichts hören!
Wer diese Methode anwendet - macht Karriere.
Inzwischen sind kriminelle Machenschaften in deutschen Konzernen und Unternehmen, die sogar Bespitzelungen und das Ausschnüffeln der Bankdaten von Mitarbeitern beinhalten, an der Tagesordnung.
Wer hier die Augen verschließt und nicht die Wahrheit sagt, macht sich strafbar.
Aber da es für die Anstifter immer nur milde Strafen gibt, und dieses System, wie @mona_7 beschrieben hat, nach 1945 weitergelebt hat und die Täter sogar in den höchsten Regierungskreisen mit neuen Gesetzen zugunsten der Wirtschaft zur Begünstigung solcher Straftaten beitragen und diese Täter dann straffrei oder mit milden Geldstrafen davonkommen, wird sich an diesem System nichts ändern.
Wir werden doch inzwischen alle "vera.....t!"
und die legale Korruption in der Regierung geht weiter .....Steinbrück und Tiefensee und Mehdorn verscherbeln Volksvermögen nach Gutsherrenart.
..... geht aus einem aktuellen Vertragsentwurf des Bundes hervor, dass der Staat sich künftig mit 2,5 Milliarden Euro im Jahr daran beteiligen soll. Das Papier liegt SPIEGEL ONLINE vor. Darin zeigt sich der Bund ziemlich generös: Bei bisherigem Sachstand erlaubt der Entwurf der Bahn, jährlich bis zu 1700 Kilometer des Streckennetzes durch das Eisenbahnbundesamt stilllegen zu lassen, ohne Einbußen bei den Unterstützungszahlungen hinnehmen zu müssen.
Das heißt: Der bald privatisierte Konzern könnte kräftig Kosten einsparen und trotzdem weiter 2,5 Milliarden Euro kassieren. Werden noch mehr Strecken stillgelegt, bewirkt das keine automatische Kürzung der Mittel, sondern laut Vertragsentwurf nur neue Verhandlungen.
Bahn-Experte Christian Böttger von der Berliner Fachhochschule für Technik und Wirtschaft hält die Regelung für absurd: "Da bekommt jemand Geld für eine genau beschriebene Leistung. Aber wenn er die Leistung nicht erbringt, bekommt er das Geld trotzdem." Die Versuchung, sich über Stilllegungen Gewinne zu verschaffen, dürfte groß sein. Nach Ansicht von Böttger mache sich ein Vorstand womöglich sogar strafbar, wenn er solche Gewinnchancen nicht nutze....
www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,556286,00.html
die Art von Gedächtnisverlust ist in deutschen Eliten Legende....
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