Der Kraftwerksbetreiber erhöht nach den Terroranschlägen in den USA den Objektschutz für seine Atommeiler.

Dies teilte die Sprecherin der RWE-Kraftwerksbetreibergesellschaft RWE Power AG, Stephanie Schunck, am Donnerstag mit. Zu Einzelheiten der zusätzlichen Schutzmaßnahmen äußerte sich Schunck unter Hinweis auf Sicherheitsgründe nicht.

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Ihr seien keine Pläne bekannt, die im Rahmen des Atomkonsenses vorgesehenen Kernkraftwerks-Schließungen vorzuziehen. Auch stillgelegte Atomkraftwerke bräuchten bis zu ihrem vollständigen Rückbau denselben Objektschutz wie solche am Netz.

Letzte Sicherheit nicht möglich

"Gegen Terrorattentate gibt es niemals hundertprozentige Sicherheit", sagte Schunck. Die Anlagen seien baulich aber so ausgelegt, einem Absturz bestimmter Flugzeugtypen mit einer in Simulationen getesteten Aufprallgeschwindigkeit zu widerstehen.

Dies gelte prinzipiell für alle deutschen Atomkraftanlagen. Wegen technischer Fortschritte in der Sicherheitstechnik seien neuere Anlagen aber besser geschützt und auch gegen den Absturz von schnellfliegenden Militärmaschinen ausgelegt.

Die Wahrscheinlichkeit eines Flugzeug-Anschlags auf ein deutsches Kernkraftwerk, werde als sehr gering eingeschätzt. RWE betreibt die Kernkraftwerke Biblis, Grundremmingen und Emsland und ist Eigentümer der stillgelegte Anlage in Mülheim-Kärlich.

Der Sprecher der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) in Köln, Heinz-Peter Butz, sagte der Nachrichtenagentur Reuters: "Kernkraftwerke in Deutschland sind grundsätzlich gegen Flugzeugabstürze gesichert." Zur Sicherheit von Kernkraftwerken in anderen Ländern äußerte er sich nicht.

Bei Terroranschlägen sei letzte Sicherheit jedoch nicht möglich, "grundsätzlich ist alles denkbar". Die GRS ist die Expertenorganisation für Fragen der kerntechnischen Sicherheit in Deutschland.

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