Von Markus Strehlitz

Utimaco Safeware aus dem Taunus ist in seiner Branche zu einem führenden Hersteller aufgestiegen - nun droht eine Übernahme aus dem Ausland.

In einer Serie porträtiert sueddeutsche.de innovative IT-Mittelständler. Teil eins: Utimaco Safeware aus Oberusel

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Die Utimaco-Safeware-Zentrale in Oberusel (© Foto: Strehlitz)

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Aus dem Taunus in die Welt: Vom Rande der 40.000-Einwohner-Gemeinde Oberusel schickt sich der Mittelständler Utimaco Safeware an, mit seinen 300 Mitarbeitern die internationalen Märkte zu erobern. Mit Produkten, die sensible Firmeninformationen vor unberechtigtem Zugriff schützen. Utimaco arbeitet dazu mit Verschlüsselungstechniken. Die Daten werden mithilfe eines Algorithmus in eine unlesbare Form gebracht. Nur mit dem passenden Schlüssel - im einfachsten Fall ein Passwort - können die Daten wieder decodiert werden.

Spezialgebiet ist der Schutz von Informationen auf mobilen Endgeräten wie Notebooks oder Handhelds. In diesem rasch wachsenden Segment zählt Utimaco zu den führenden Herstellern, wie das Marktforschungsinstitut Gartner ermittelt hat.

Doch noch erstreckt sich ein Großteil des Geschäfts auf Deutschland, Österreich und die Schweiz. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2007/2008 machte der IT-Sicherheitsspezialist dort 13,2 Millionen Euro Umsatz. Damit trug das Geschäft in den deutschsprachigen Ländern 44,8 Prozent zum Gesamtumsatz von 29,5 Millionen Euro bei.

Utimaco ist zudem an zwei großen staatlichen Projekten beteiligt: Der hessische Anbieter stellt Sicherheitskomponenten sowohl für den neuen mit einem digitalen Chip ausgerüsteten Reisepass als auch für die so genannte elektronische Gesundheitskarte her.

"Die internationale Brille aufsetzen"

"Auch in den EU-Ländern ist Utimaco stark", berichtet Wolfram Funk, Analyst beim Beratungshaus Experton Group. Doch die große Herausforderung bestehe darin, sich auch über die europäischen Grenzen hinweg - vor allem in den USA - zu etablieren. Dafür sei die Qualität der Produkte allein nicht ausreichend.

"Utimaco ist ein technikgetriebenes Unternehmen", sagt Funk. Und meint damit: Das Marketing ist noch verbesserungswürdig. In diesem Bereich müsse der Anbieter aus Oberursel noch aggressiver werden - auch, um sich im besonders engen US-Markt durchzusetzen.

Markus Bernhammer, bei Utimaco als Executive Vice President für das Geschäft in der deutschsprachigen Region zuständig, sieht ebenfalls in Übersee die große Herausforderung. Unentwegt betont er die weltweite Perspektive seines Unternehmens: "Gerade in den USA haben wir in den vergangenen Jahren ein sehr starkes Wachstum hingelegt." Außerdem sei das Unternehmen seit zwei Jahren in Japan präsent. Und legt nach: "Wir investieren in neue Standorte im Ausland. Die deutschen Unternehmen, die weltweit erfolgreich sein wollen, müssen erst mal die internationale Brille aufsetzen."

Lesen Sie auf der nächsten Seite, was Utimatico noch braucht, um die Welt zu erobern.

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