Nicht mehr als 49 Cent pro Minute soll ein Handy-Telefonat im EU-Ausland kosten, hat das EU-Parlament heute beschlossen. Wieviel die deutschen Verbraucher sparen können, lesen Sie hier.

Die Kosten für Handy-Telefonate im EU-Ausland sollen noch in diesem Sommer bei 49 Cent netto pro Gesprächsminute gedeckelt werden. Mit der Zustimmung des Europaparlaments nahm eine entsprechende EU-Richtlinie am Mittwoch die letzte Hürde.

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Zuzüglich des Mehrwertsteuersatzes von 19 Prozent bedeutet dies für deutsche Handy-Nutzer praktisch eine Preisgrenze von 58 Cent. Wie groß ist die Ersparnis? Die Antwort lautet: Sehr unterschiedlich.

Bislang variierten die Kosten für Mobilfunkgespräche in anderen EU-Staaten nicht nur nach Herkunfts- und Aufenthaltsland, sondern auch je nach Anbieter erheblich.

Von 69 Cent pro Minute auf 58 Cent

So zahlten deutsche Verbraucher nach Zahlen der EU-Kommission vom März für ein vier Minuten langes Handy-Telefonat aus einem anderen EU-Staat im besten Fall 2,76 Euro brutto - nämlich beim Anbieter O2.

Das wären 69 Cent pro Minute, also rund zehn Cent mehr als der neue Brutto-Höchstpreis von 58 Cent. Bei anderen Mobilfunkbetreibern lagen die Preise nach Kommissionsangaben jedoch merklich höher, je nach Reiseland bei bis zu 1,59 Euro pro Gesprächsminute (brutto).

Noch deutlicher ist die Kostensenkung, wenn man im EU-Ausland auf dem Handy angerufen wird. Für die Annahme eines Vier-Minuten-Gesprächs zahlten deutsche Verbraucher nach Kommissionsangaben vom März beim günstigsten Anbieter Vodafone 2,44 Euro, also 61 Cent pro Minute (brutto). Künftig gilt hier für Bundesbürger eine Preisgrenze von 29 Cent brutto pro Minute.

Es gibt schon heute Mobilfunkkunden, die weniger zahlen - überwiegend sind das Vieltelefonierer, die wegen einer Paketlösung von niedrigeren Gebühren profitieren als der Normalverbraucher.

Diese Kunden dürfen selbstverständlich ihre bisherigen Konditionen behalten. Für den durchschnittlichen Urlauber dürfte sich der neue Euro-Tarif aber auszahlen.

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(sueddeutsche.de/AP)