Auerbach, Bad, Foto: BdST

Fehlplanungen, Bürokratie-Possen, hohe Baukosten: Jedes Jahr versickern Steuergelder in fragwürdigen Projekten. Die schlimmsten Fälle listet der Bund der Steuerzahler in seinem Schwarzbuch 2009 auf.

Auerbach: Die unspaßige Geschichte eines Spaßbads

11,6 Millionen Euro hat das Freizeitbad in Auerbach gekostet, der Freistaat Sachsen schoss 7,5 Millionen Euro zu. Dummerweise hatten die Auerbacher nicht beachtet, dass es in der Umgebung bereits beliebte Spaßbäder zur Genüge gab. Die Folge: Ausbleibende Besucher, Betreiberwechsel, schließlich die Insolvenz. Immer wieder musste die Stadt Geld in die Hand nehmen, um das Bad zu erhalten. Hoffnung kam dann im Jahr 2008 auf, dann sollte das Spaßbad, nachdem es zwischenzeitlich mehrere Jahre geschlossen war, wiedereröffnet werden. Doch dann stellten Fachleute Mängel am Bauwerk fest. Seitdem wird diskutiert, ob die Schwimmhalle abgerissen wird - und ob ein Neubau errichtet werden soll. Und dann tobt zwischen Stadt und Land Sachsen auch noch ein Streit um die Fördergelder. In den vergangenen Jahren türmten sich die Verluste des Bades auf 6,5 Millionen Euro. Die Auerbacher stört das wenig - sie gehen ohnehin woanders schwimmen.

Foto: BdSt

15. Oktober 2009, 14:24 2009-10-15 14:24:00  © 

zur Startseite