Furcht vor der globalen Finanzschmelze: Die Europäische Währungsunion steht am Abgrund. Staaten kämpfen gegen die Schuldenlast, Banken stecken in Geldnot, Anleger flüchten aus dem Euro. Und jetzt? Ein Fünf-Punkte-Programm für den Weg aus der Krise.
Griechenland muss pleitegehen
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Man muss kein Finanzexperte sein, um zu erkennen, dass das Krisenmanagement in der Euro-Zone gescheitert ist. In Griechenland regiert die Depression, Italien zahlt für neue Schulden Renditen in Rekordhöhe, die Kapitalnot der europäischen Banken wächst täglich in Milliarden-Euro-Schritten. An den Börsen ist die Nervosität größer noch als nach dem Zusammenbruch der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers im Jahr 2008. Anleger fliehen in Scharen aus europäischen Staatsanleihen, weil sie nicht mehr wissen, welche sicher sind - und welche nicht. Da hilft es nicht, immer neue Milliarden in Krisenländer zu pumpen.
Es wäre besser, der Realität ins Auge zu sehen und zu sagen, welche Staaten zahlungsunfähig sind - Griechenland zum Beispiel - und welche lediglich mit Liquiditätsschwierigkeiten kämpfen: Italien oder Spanien. Staaten wie Griechenland müssen pleitegehen, die Illiquiden dagegen werden mit Hilfspaketen unterstützt. "Griechenland braucht einen Schuldenschnitt von 75 Prozent, der 50-Prozent-Schnitt der privaten Gläubiger reicht hinten und vorn nicht", glaubt etwa Philipp Vorndran, Kapitalmarktexperte des Kölner Vermögensverwalters Flossbach & von Storch. Nur so hat das Land Chancen, wieder auf die Beine zu kommen, nur so haben die Griechen einen Anreiz, die harten Einschnitte durchzustehen, die nötig sind.
Damit ihre Insolvenz keine globale Finanzschmelze auslöst, müssen allerdings die möglichen Opfer der Bankrotteure geschützt werden, allen voran europäische Banken und schlingernde Staaten wie Italien und Spanien. Nur so lässt sich der Teufelskreis durchbrechen, der derzeit alle Defizitländer der Währungsunion bedroht, auch die solventen.
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Erster Arbeitstag als Chef der Deutschen Bank
Sie glauben, Gier entsteht nur durch Geld, ich sage Ihnen man kann auch Gier auf Schoki haben. Sie sagen, wenn es kein Geld mehr gäbe, würden bestimmt alle mit Freuden umsonst arbeiten, ich sage
ohne verbindlichen Anreiz ist keiner bereit sich den Buckel wirklich zu machen. Was wäre mit all den Jobs, die keiner machen will? Müllmann, Klofrau, Kanalarbeiter etc. pp.? Es ist absolut naiv zu glauben, sie würden dafür ausreichend Leute finden wenn alle freiwillig und umsonst arbeiten...
Erstens stellt eine nicht kontingierte und ungeregelte Entnahme dar, Jeder kann soviel mitnehmen wie er will, die Daten werden lediglich erfasst um vermutlich die Nachlieferung sicherzustellen. Kann so etwas funktionieren? Nein, denn sowohl Rohstoffe als auch Resourcen sind begrenzt. Hinzukommt, das alle umsonst arbeiten, um sich selbst zu verwirklichen und der Gesellschaft was Nützliches zu tun, was aber unter Anderem zur Folge hat, das kein Zwang (bzw. Verbindlichkeit) zur Arbeit besteht. Viele Bürger die sich heute noch auf dem Acker selbstverwirklichen wollen vielleicht morgen viel lieber Tempeltänzer sein, das ist ja auch weniger anstrengend. Es ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, das bei dieser System Mangel herrschen wird.
Zweitens stellt an und für sich ein "Geldersatzsystem" dar, wobei selbstverständlich zu klären wäre, wie die "Credits" auf die Karte kommen und wieviel: Durch Zuteilung vom Staat? Durch Arbeit (was abher Ihrer These vom "Gotteslohn" widerspräche)? Durch Aufteilung des Vorhandenen (Es würde nur das verteilt, wqas erwirtschaftet wurde...)?
Bei Drittens und Viertens ist jeweils schon eine Grundkontigentierung vorgesehen, ähnlich eines Systems mit Essenskarten im Krieg. Ich bin dann zunächst einmal gespannt, für welche Version Sie sich entscheiden, oder ob Sie eine weitere Variante liefern.
Die tatsächlich spannende Frage ist jedoch, wie die Waren eigentlich in den Supermarkt kommen: Wie wird das Warenangebot, das alle in freier Selbstverwirklichung produzieren, mit den Bedürfnissen also der Nachfrage zur Deckung gebracht? Glauben Sie tatsächlich, dass sich ausreichend Mitbürger finden, die morgens um 2 Uhr aufstehen umd für die Anderen Brötchen zu backen? Und werden sie die Brötchen so backen, dass sie möglichst Vielen schmecken, oder so, dass sich der Bäcker bei der Selbstverwirklichung am weitesten entwickelt?
Was passiert eigentlich mit Mitbürgern, die zwar im Supermarkt 10 kg Schokolade und 50 Milchtüten mitnehmen, aber sich statt durch Arbeit lieber durch Gitarrespielen selbst verwirklichen? Sanktionen? Zwangsdienst?
Also gut, ich will mal nicht so sein und mich, da Sie selbst zur Sache nach wie vor nichts liefern, mich kritisch mit einer Ihrer zentralen Behauptungen auseinandersetzen:
"Die Waren im Supermarkt können ohne Geld mit EDV-Systemen geregelt werden - je nach Bedarf kann man die Produktion und dessen Verteilung steigern oder senken. " &
"Garnicht, nur die Form von Lohn, dass ich etwas für mich (weil ich mich selbst verwirkliche) und für die Gesellschaft etwas nützliches getan habe.
Wenn in der Gesellschaft keinen Mangel gibt, dann streitet man sich auch nicht darum. Wenn es an etwas mangelt, hebt man die Ärmel an und löst das Problem. "
Ich möchte das ganz praktisch angehen, bitte korrigieren Sie mich wo ich Sie falsch verstanden habe. Zunächsteinmal gehe ich davon aus, dass jeder Bürger einen "Bürgerkarte" bekommt, mit der er in einem Supermarkt seiner Wahl die Waren entnehmen kann, die er möchte. Was macht nun dieses EDV System und die Karte genau? Dazu folgende Vorschläge:
Erstens: Bürger Balldieb geht in den Supermarkt seiner Wahl und packt sich 10 kg Schokolade und 50 Milchbeutel in den Einkaufswagen, begibt sich zur Entnahmeregistrierungstelle, die Daten werden erfasst und er kann seine Waren mitnehmen.
Zweitens: Wie erstens, aber auf der Bürgerkarte werden zusätzlich 500 "Credits" abgebucht
Drittens: Es kann ja mal nicht sein das ein Bürger für sich allein 10 kg Schokolade und 50 l Milch beansprucht, also bringt Bürger Balldieb 9 kg Schokolade und 40 Milchttüten zurück, seine Daten werden erfasst und er kann den Rest mitnehem.
Viertens: Wie drittens aber es werden noch 100 "Credits" von der Karte abgebucht.
Falls Ihnen noch weitere Varianten einfallen sollten, diese bitte nachliefern bzw. beschreiben.
"Entschuldigen Sie bitte, aber wer hat hier mit dem Thema Anarchie angefangen?
Aber vielleicht erklären Sie mir mal, was daran so zynisch ist."
Ich habe behauptet, das eine komplette Abschaffung des Geldes uns umgehend in Anarchie stürzen würde, worauf Sie behauptet haben, wir hätten hier in der BRD ja schon "Anarchie", was kompletter Blödsinn ist, denn wir haben hier einen, möglicherweise in Teilen durchaus verbesserungswürdigen Rechtsstaat(!). Das habe ich dann durch das Beispiel Somalia, wo tatsächlich eine echte Anarchie herrscht versucht, Ihnen klar zu machen. Zynisch daran ist, dass Sie durch die Behauptung sowohl Deutschland als auch Somalia seien eine Anarchie, die Verhältnisse dort wie hier gleichsetzen (auch wenn sie den Somaliern schlechtere Verhältnisse zugesatnden haben) und das sind sie eben nicht. Wenn Sie einen defacto Rechtsstaat als "Anarchie" bezeichnen, diskreditieren Sie alle Staaten in denen wirklich Anarchie herrscht. Das ist zynisch...
Zitat: "Wenn Sie schon von jemand anderen etwas fordern...."
Sie schrieben, man sollte das Geld abschaffen. Da liegt es doch nahe, dass derjenige, der diese Forderung aufstellt, kundtut, wie er sich das "Wirtschaften" ohne Geld vorstellt.
Irgendwo haben Sie, glaube ich, mal erwähnt, dass man keine Miete mehr zahlen müsse, stattdessen eine "Wohnberechtigung erwerben" würde. Wo ist da der Unterschied ?
Paging