Seit bei Schlecker die Kinder des Unternehmensgründers Anton mehr zu sagen haben, wird kräftig an einer Imagepolitur gearbeitet. Ein Programm zur Verschönerung der Filialen läuft schon - jetzt soll auch das Personal fairer behandelt werden.
Deutschlands größte Drogeriekette Schlecker will ihren miserablen Ruf in Sachen Arbeitnehmerrechte aufpolieren. Schlecker verordne den leitenden Mitarbeitern in einem Regelwerk mehr Fairness im Umgang mit den Angestellten, sagten die Konzern-Mitinhaber Meike und Lars Schlecker.
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Schlecker will die Mitarbeiter fairer behandeln. Aus diesem Anlass gibt es nun ein neues Regelwerk für Führungskräfte. (© dpa)
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Die Gewerkschaft Verdi hatte Schlecker immer wieder vorgeworfen, gerade Mitarbeiterinnen kleiner Filialen zu drangsalieren. Zudem war der Branchenriese unter anderem durch eine Leiharbeitsaffäre unter Druck gekommen: Ende 2009 hatte Verdi dem Unternehmen vorgeworfen, Mitarbeiter beim Wechsel in neue Filialen in Zeitarbeitsverträge mit schlechteren Stundenlöhnen zu drängen. Der Streit wurde 2010 beigelegt - nun werden alle Mitarbeiter nach Branchentarifvertrag entlohnt.
Das neue Regelwerk enthält konkrete Anweisungen - etwa, Mitarbeiter nicht schon bei einem Zuspätkommen abzumahnen. Auch sollten Betriebsräte bei Konflikten frühzeitig eingebunden werden.
"Wie ernst es uns mit diesem ganzen Regelwerk ist, sieht man auch daran, dass wir zum ersten Mal so richtig auf die Verdi zugegangen sind, sie mit ins Boot genommen und nach ihrer Meinung gefragt haben", betonte Meike Schlecker.
Die leitenden Mitarbeiter der Kette werden ab Ende Mai geschult - sollten sie sich später nicht an die Regeln halten, könnten auch Sanktionen folgen, sagten die beiden Mitinhaber des Drogeriekonzerns.
"Kontrollen dienen nie der Schikane"
In dem Regelwerk ist etwa zu lesen: "Kontrollen dienen nie der Schikane, sondern sind eine Hilfestellung in der Zusammenarbeit von Führungskräften und Beschäftigten."
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geht man dann auch auf die rausgemobbten ehemaligen Mitarbeiter zu, entschuldigt sich und entschädigt diese. Wenn das passieren würde, könnte ich wieder an den Weihnachtsmann glauben.
"Ein Programm zur Verschönerung der Filialen läuft schon - jetzt soll auch das Personal fairer behandelt werden. "
Also erst die Optik, dann die Menschen. Da kann sich der Kunde richtig wohl fühlen!
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Dazu gehört mehr als nur eine Werbe Kampagne und ein paar schöne Absichten!
Sie haben Jahrelang ihre Beschäftigten ausgeplündert mit prekärer Entlohnung!
Zahlen sie es erst einmal zurück und entlohnen ihre Beschäftigten nach Menschen gerechten Tarif Löhnen!!
man sich aber viel vorgenommen. Ob Einsicht oder Notwendigkeit - weil die Kunden in Scharen davongelaufen sind- bleibt fraglich. Komisch ist auch, dass der letzte Skandal, der erst wenige Wochen her ist, unerwähnt bleibt. Da hat man nämlich angeblich Daten von Mitarbeitern gesammelt, die in den oberen Lohngruppen angesiedelt sind, um sie los zu werden!
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