Ryanair darf Drittanbietern den Verkauf von Tickets der Billig-Linie verbieten - das entschied die EU-Kommission. So will die Airline ihren Ruf als Discount-Flieger retten.

Europas größter Billigflieger Ryanair darf anderen Internet-Seiten und Reisebüros den Weiterverkauf seiner Tickets verbieten. Die EU-Kommission stellte ihre Untersuchung über eine mögliche Verletzung von Verbraucherrechten ein, wie ein Sprecher der Brüsseler Behörde mitteilte. Die irische Airline wirft Drittanbietern vor, mit Aufschlägen die Preisstruktur von Ryanair zu zerstören, die Homepage zu überlasten und Kunden so von regulären Buchungen abzuhalten.

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Ryanair-Chef Michael O'Leary zeigt nach unten: Der Flugpreis soll sinken, weil Drittanbieter auf die Tickets keine Aufschläge mehr verrechnen dürfen. (© Foto: ddp)

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Deshalb stornierte Ryanair seit August pro Tag bis zu 450 Tickets, die von Drittanbietern gebucht worden waren. Die EU-Kommission erklärte die Praxis der Airline für rechtens. Die Behörde hatte ihre Untersuchungen nach Medienberichten über erboste Passagiere begonnen, denen mit weiterverkauften Ryanair-Tickets der Zutritt zu Flügen verwehrt worden war.

Viele Dritthändler stellen Verkauf ein

Der EU-Kommission lägen aktuell jedoch keine Beschwerden von Passagieren vor, erklärte der Sprecher. Außerdem würden Käufer den Ticketpreis zurückbekommen und entsprechend der Fluggastrechts-Vereinbarungen beraten.

Nach Angaben des Unternehmens haben viele Dritthändler den Verkauf von Ryanair-Tickets als Reaktion auf die neue Geschäftspolitik bereits eingestellt. Außerdem habe Ryanair der EU-Kommission eine Reihe von Internet-Seiten genannt, die Tickets zum doppelten oder dreifachen Preis verkauft hätten.

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(sueddeutsche.de/Reuters/kim/tob)