Rüstungsindustrie EADS-Tochter Cassidian streicht 850 Stellen

Der europäische Luftfahrt- und Rüstungsriese EADS will bei seiner Rüstungssparte Cassidian bis zu 850 Stellen streichen.

(Foto: dapd)

Die kriselnde Rüstungssparte von EADS muss wohl deutlich mehr sparen als erwartet. 850 Stellen will der Konzern bei seiner Tochter Cassidian streichen. Nach Gewerkschaftsangaben sind vor allem Arbeitsplätze in Deutschland betroffen.

Die EADS-Militärtochter Cassidian streicht in den kommenden zwei Jahren bis zu 850 Arbeitsplätze. Das Unternehmen kündigte ein Sparprogramm an, mit dem Cassidian bis 2014 jährlich mindestens 200 Millionen Euro einsparen will. Betroffen sind vor allem das Management und die Verwaltung. Nach Gewerkschaftsangaben sollen die meisten Arbeitsplätze in Deutschland gestrichen werden.

"Den beabsichtigten Stellenabbau wollen wir ohne betriebsbedingte Kündigungen erreichen", sagte der Vorstandsvorsitzende Bernhard Gerwert. Die Gespräche mit dem Betriebsrat laufen. Neben der Zentrale in Unterschleißheim sitzt Cassidian noch in Manching bei Ingolstadt, Ulm und Friedrichshafen sowie in Frankreich und Großbritannien.

Das Unternehmen wolle schlanker werden und sich mit seinen Produkten auf die Bereiche Verteidigung und Sicherheit konzentrieren, sagte der Cassidian-Chef. Im Oktober war die Fusion der europäischen Konzernmutter EADS mit dem britischen Rüstungsunternehmen BAE Systems gescheitert.