Das Jahr 1992 mit Hurrikan Andrew ist das bisher schlimmste Katastrophenjahr für die Rückversicherungskonzerne weltweit gewesen.

Damals zahlten die Versicherer einer Studie der Schweizer Swiss Re zufolge Schadenssummen von mehr als 34,5 Milliarden Dollar (rund 53,8 Milliarden Mark) aus.

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Katastrophenschäden im Jahr 1999: 32,4 Milliarden Dollar

1999 erreichten die Zahlungen für Katastrophenschäden mit 32,4 Milliarden Dollar den zweithöchsten Wert der Geschichte, heißt es in der aktuellsten Untersuchung der Schweizer Rückversicherung, einer der größten der Welt. Darin sind sowohl Naturkatastrophen als auch von Menschen verursachte Unglücke enthalten.

Gemessen am gesamten volkswirtschaftlichen Schaden geht das Jahr 1995 wegen des Erdbebens im japanischen Kobe mit rund 150 Milliarden Dollar als das schlimmste Katastrophenjahr bisher in die Historie ein.

Wegen der in Japan sehr geringen Absicherung gegen Erdbeben waren allerdings nur 2,5 Milliarden Dollar des Gesamtschadens von 82,4 Milliarden Dollar in Kobe versichert. Die Versicherungen mussten deshalb im Jahr 1995 der Swiss-Re-Studie zufolge insgesamt lediglich 18,9 Milliarden Dollar für Naturkatastrophen und Unglücke auszahlen. Das Erdbeben in Japan im Januar 1995 ist gemessen an der volkswirtschaftlichen Schadenssumme die bisher verheerendste Naturkatastrophe gewesen.

Hurrikan Andrew kostete 19,7 Milliarden Dollar

Mit 300.000 Todesopfern war die Sturm- und Flutkatastrophe in Bangladesch im Jahr 1970 die Naturgewalt, die am meisten Menschleben forderte. Für die Versicherungen war der Hurrikan Andrew mit einer Versicherungssumme von 19,7 Milliarden Dollar das schlimmste Einzelereignis.

Mit einer Schadenssumme von 2,9 Milliarden Dollar war die Explosion auf der Ölplattform Piper Alpha im Jahr 1998 das bisher teuerste von Menschen verursachte Unglück.

Nach Einschätzung eines US-Versicherungsexperten gehen die Schäden durch die gestrigen Attentats-Serie alleine am World Trade Center in New York in Milliardenhöhe.

Möglicherweise nicht alles versichert

Fraglich sei dabei im Augenblick, wie viel von den Schäden durch Versicherungen abgedeckt ist: "Möglicherweise ist nicht alles versichert", sagte Ralf Arndt von der Hannover Rück.

So könnten Verträge Schäden als Folgen von Kriegs- oder Terroreinwirkung ausschließen. Hier werde es Lösungen geben, zum Beispiel über Fonds, die Schäden zu regulieren.

(sueddeutsche.de, dpa)

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