Vor 20 Jahren wurde der private Fernsehsender Sat.1 gegründet. Im Laufe der Jahre entwickelte sich daraus der TV-Konzern ProSiebenSat.1, den der Axel-Springer-Verlag nun übernehmen will.
Die folgende Chronik schildert die Entwicklung des größten deutschen Fernsehunternehmens.
Anzeige
Januar 1984: Die Programmgesellschaft für Kabel- und Satellitenfunk - Vorläufer von Sat.1 - geht als erstes Privatfernsehen in Deutschland auf Sendung.
1985: Leo Kirch gründet mit mehreren Verlagen den Privatsender Sat.1.
1986: Gründung der Eureka Television. Der Eureka TV-Sender ist der Vorläufer von ProSieben.
November 1988: Aus Eureka TV wird ProSieben.
Januar 1989: ProSieben Television nimmt den Sendebetrieb auf.
Oktober 1990: Als erstes Fernsehprogramm sendet ProSieben rund um die Uhr.
Februar 1992: Der Unterhaltungssender "Der Kabelkanal", an dem ProSieben zu 45 Prozent beteiligt ist, nimmt seinen Betrieb auf.
August 1992: Sat.1 besitzt das Erstverwertungsrecht für die Spiele der 1. Fußball-Bundesliga der Saison 1992/1993 und berichtet in der Sportsendung "ran" ausführlich über alle Begegnungen.
Dezember 1993: ProSieben kann für das Geschäftsjahr 1993 erstmals schwarze Zahlen melden.
Dezember 1994: Der Kabelkanal wird in Kabel 1 umbenannt.
November 1995: Kabel 1 wird eine vollständige ProSieben-Tochter.
Dezember 1995: Start der Harald Schmidt Show auf Sat.1. Late-Night-Talk-Sendungen werden zum Renner in der Fernsehwelt.
Dezember 1995: Umwandlung der ProSieben Television GmbH in eine Aktiengesellschaft.
Januar 1996: Der Rewe-Handelskonzern steigt als Gesellschafter bei ProSieben ein.
Juli 1996: Aus ProSieben Television wird die ProSieben Media AG.
Juli 1997: ProSieben geht an die Börse.
März 1998: Die Aktien der ProSieben Media AG werden als erster Medienwert im MDAX gehandelt.
Dezember 1998: Die Nachrichtenagentur ddp gehört zur ProSieben-Gruppe.
Januar 2000: Der Nachrichtensender N24 geht auf Sendung.
Februar 2000: Urs Rohner wird Nachfolger von Georg Kofler als Vorstandsvorsitzender bei ProSieben Media.
Oktober 2000: ProSieben Media und Sat.1 verschmelzen zum größten deutschen Fernsehunternehmen. Die Vorzugsaktien von ProSiebenSat.1 werden am 13. Oktober erstmals an der Frankfurter Börse gehandelt.
Mai 2001: ProSiebenSat.1 Media AG erwirbt Anteil an der Euvia Media. Zu Euvia gehören die Sender 9Live und sonnenklar TV.
April 2002: Zusammenbruch des Kirch-Konzerns August 2003: Der Medienmogul Haim Saban und Finanzinvestoren übernehmen die Mehrheit an der ProSiebenSat.1 Media AG.
Juni 2004: Urs Rohner verlässt den Vorstand des Konzerns. Neuer Vorstandsvorsitzender wird Guillaume de Posch.
Januar 2005: Mit seinem fünfjährigen Sendejubiläum schreibt der Nachrichtensender N24 auch schwarze Zahlen.
Februar 2005: ProSiebenSat.1 Welt geht in den USA auf Sendung.
März 2005: Vollständige Übernahme der Euvia Media mit den Sendern 9Live und sonnenklar TV.
April 2005: Spekulationen über eine Übernahme der ProSiebenSat.1-Gruppe durch den Axel-Springer-Verlag.
5. August: Springer einigt sich mit Saban und Finanzinvestoren auf eine Übernahme der Mehrheit an ProSiebenSat.1.
(sueddeutsche.de/AP)
Großprojekte in Berlin