Aufgrund des Widerstands der Bauern gibt der Unternehmensriese das Projekt Gen-Weizen auf.
Der Konzern erklärte, der Weizen mit Namen Roundup Ready biete weniger attraktive Möglichkeiten als andere Geschäftsfelder Monsantos. Man wolle sich stattdessen auf die Entwicklung neuer und verbesserter Soja-, Mais- und Baumwollsorten konzentrieren.
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Dem Weizen wurde eine Resistenz gegenüber dem Monsanto-Herbizid Roundup eingebaut. Im Gegensatz zu anderen Pflanzen, Unkraut wie Nutzpflanzen, überlebt der Weizen den Einsatz dieses Mittels.
Die Hoffnung des Unternehmens war, das Saatgut gleich mit dem Herbizid verkaufen zu können. Nach Angaben von Monsanto hatte der neue Weizen in Feldversuchen die Erträge um fünf bis 15 Prozent gesteigert.
Assoziation: Brot
Im letzten Jahr hatten Bauern- und Verbrauchergruppen die US-Regierung jedoch aufgefordert, die Entwicklung von gentechnisch verändertem Getreide ganz einzustellen. Andernfalls könnten die amerikanischen Bauern Kunden im Ausland verlieren.
Das Unternehmen selbst hat erklärt, dass der Weizen für die Kunden offenbar zu stark mit dem Nahrungsmittel Brot in Verbindung gebracht und deshalb nicht gekauft wird.
Ganz aufgeben wird die Firma die Entwicklung von gentechnisch veränderten Pflanzen aber nicht. Sie will sich jedoch auf Sojabohnen und Mais konzentrieren, die als Tierfutter eingesetzt werden, sowie auf Baumwolle - Produkte, die nicht so schnell mit menschlichen Nahrungsmittel assoziiert und deshalb besser verkauft werden können.
Monsanto habe die Realität des Marktes erkannt, sagte Joe Mendelson vom Zentrum für Nahrungsmittelsicherheit, das sich gegen genveränderte Lebensmittel ausspricht. "Sie treten den Rückzug an."
Ronnie Cummins von der US Organic Consumers' Association erklärte der BBC, dies sei "der Anfang vom Ende der gentechnisch veränderten Nutzpflanzen" als wichtiger Bestandteil der globalen Landwirtschaft.
Bereits früher hat Monsanto die Entwicklung Käfer-resistenter Kartoffeln aufgegeben, nachdem Fast-Food-Unternehmen erklärt hatten, sie wollten keine Schwierigkeiten mit kritischen Verbrauchern.
(sueddeutsche.de/AP)
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